Infos zur Konferenz unter http://tagung2016.netzwerk-medienethik.de/.
Schluss mit dem Lavieren und Dümpeln: ein medienethischer Kompass – für Journalisten, Funktionsträger und für das (publizierende) Publikum muss die zentrale Lehre sein aus dem medialen und kommunikativen Schlamassel rund um die Ausschreitungen in und nach der Silvesternacht in Köln. In dieser Krise liegt eine große Chance. Und zwar dann, wenn wir begreifen, wie wichtig es ist, Erklärungen und einen Kompass bereit zu halten für die Entscheidung, welche Informationen dem Publikum zuzumuten sind und öffentlich werden müssen und welche unterlassen werden sollten. Nur so können wir die Wende einleiten weg von demokratiegefährdenden Rundumschlägen gegen Journalismus als solchem, hin zu einer…
In der Silvesternacht wurden Frauen sexuell belästigt bis hin zur Vergewaltigung – in Köln, aber auch in Hamburg und Stuttgart. Die Fakten kommen langsam ans Tageslicht, die Interpretationen finden aber bedeutend schneller Verbreitung in der bundesweiten Berichterstattung. Ein Versuch, Diskurse zu diesem Ereignis medienethisch zu analysieren. Die sexuellen Übergriffe werden verknüpft mit den Themen Kriminalität, Geflohene bzw. Migranten, Frauen und verhandelt in miteinander verschränkten Diskursen zu Asyl, Integration, innere Sicherheit, Strafrecht, Sexismus. Journalist_innen haben in dieser Gemengelage die Pflicht, zu informieren – eine Pflicht, die ihre Grenze dort findet, wo die Menschenwürde verletzt wird. Das ist ein medienethischer Abwägungsprozess, der…
Im Rahmen einer internationalen Tagung zum Thema „Responsibility and Resistance: Ethics in Mediatized Worlds“ wurde im Dezember 2015 das Interdisciplinary Media Ethics Centre (IMEC) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Dem Zentrum stehen Larissa Krainer (Alpen-Adria Universität Klagenfurt) und Michael Litschka (FH St. Pölten) vor. Mit der Leitung des Advisory Boards wurde Matthias Rath (PH Ludwigsburg) betraut. Das Interdisziplinäre Zentrum für Medienethik (IMEC) ist laut Pressemeldung eine „Forschungs- und Beratungseinrichtung“, die „sich mit Fragen der Ethik in der mediatisierten Welt beschäftigen und den aktiven Austausch mit Medienpraktikern und Medienpolitikern suchen“ will. Das IMEC möchte in einem Expertenpool Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versammeln und mit Medienpraktikern kooperieren. Kontakt: Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Larissa Krainer, weitere…
„Keine Mobilisierung ohne Polarisierung – kann Big Data die Mobilisierungs-DNA entschlüsseln?“ Julius van de Laar am 18. Februar 2016 in München bei einer öffentlichen Abendveranstaltung im Rahmen der Jahrestagung des Netzwerks Medienethik Julius van de Laar war erfolgreicher Wahlkämpfer für Barack Obama in den US Präsidentschaftswahlkämpfen 2008 und 2012. Diese Erfahrungen nutzt er heute als Kampagnen- und Strategieberater für Unternehmen und politische Organisationen in Strategieprozessen. Bei der öffentlichen Abendveranstaltung im Rahmen der Tagung „Die Macht der strategischen Kommunikation“ des Netzwerks Medienethik, am 18. Februar um 20 Uhr (Hochschule für Philosophie, München), wird van de Laar im Gespräch mit Alexander Filipović beschreiben, wie Menschen…
Eine medien- und kommunikationsethische Tagung mit Julius van de Laar (Kampagnen- und Strategieberater), Günter Bentele (em. Prof. für Public Relations), Christopher Storck (Hering Schuppener), Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung) und anderen – am 18./19. Februar 2016 in München. Tagungswebsite mit Anmeldung: tagung2016.netzwerk-medienethik.de. Die Digitalisierung ermöglicht ganz neue Formen der Einflussnahme durch Kommunikation. Leben wir in einer medialen Kampfzone der Meinungsbeeinflussung? Das Medienhandeln wird im Zusammenhang von Propaganda, PR und Big Data jedenfalls schwieriger. Die Konferenz „Die Macht der strategischen Kommunikation“ nimmt diese neuen Formen von Werbung, Public Relations und Propaganda in den Blick. Bei der Tagung des Netzwerks Medienethik versuchen wir herauszufinden, welche Folgen diese Phänomene für Mensch…
2015 schlug Journalisten großes Misstrauen entgegen. Pegida-Demonstranten etwa skandierten „Lügenpresse“. Zu Recht? Was Zeitungen und Rundfunk falsch machten und was richtig: ein medienethischer Jahresrückblick Im Jahr 2015 war einiges los. Oft mussten Zeitungen, TV und Radio über die schreckliche Dinge berichten. In vielen Fällen ist das gut gelungen. Einfühlsame Geschichten über die Trauer angesichts des Flugzeugabsturzes, Reportagen über die Situation der Flüchtlinge in Europa, anregende Kommentare über die Flüchtlingspolitik und jede Menge professionell geprüfter Nachrichten. Wichtig ist: Ein medienethischer Rückblick, der die Fehler und Verstöße des Jahres aufsammelt, darf nicht die sorgfältige Arbeit von tausenden Journalistinnen und Medienmachern aus dem Blick…
Infos zur Konferenz unter http://tagung2016.netzwerk-medienethik.de/.
Die medienethische Zeitschrift Communicatio Socialis widmet dem Thema Werbung & Ethik den Schwerpunkt der neu erschienenen Ausgabe. Die ethischen Probleme rund um Werbung sind ebenso alt wie aktuell, ebenso offensichtlich wie tiefgründig, ebenso detailorientiert wie grundsätzlich. Neue Werbeformen im Internet sortieren die Situation neu. Im ersten Beitrag illustriert Guido Zurstiege ethische Probleme der Werbung in Zeiten des medialen Wandels. Er zeigt auf, dass es einen Mangel an ethischen Diskussionen über Produzent_innen, Rezipient_innen und Mediensysteme gibt, während mediale Werbeinhalte ethische Diskussionen dominieren. Der Text kann kostenlos abgerufen werden. Nina Köberer stellt das Phänomen der „Haul-Videos“ auf Youtube ins Zentrum ihrer Betrachtung und verweist…
Im Rahmen der Tagungsreihe, die sich als Austauschforum zu Fragen medienpädagogischer Forschung und Praxis versteht, lädt das JFF – Institut für Medienpädagogik in Zusammenarbeit mit de Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) am 4. Dezember 2015 zur 11. interdisziplinären Tagung nach München ein. Wenn Kinder und Jugendliche mediale Räume betreten, sind diese gemeinhin stark von kommerziellen Anbietern geprägt. Folglich bedeutet Medienhandeln mehr als Interagieren und Vernetzen, denn die medialen Räume verändern neben den Interaktions- und Kommunikationsstrukturen auch erheblich das Konsumverhalten der Nutzer. Ziel der Konferenz ist es, den aktuelle Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zu den Zusammenhängen zwischen Medienhandeln und Konsumhandeln zu diskutieren und für die Praxis in…
Am 26. und 27. November 2015 findet in Berlin die interdisziplinäre Konferenz „Die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung“ statt, die das „Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der Digitalen Welt“ veranstaltet. Auf der Konferenz des BMBF-geförderten „Forums Privatheit“ soll konstruktiv und gestaltungsorientiert sowie kritisch und richtungsoffen über die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung diskutiert werden. In einem interdisziplinären Dialog sollen Fragen geklärt werden, wie weit die durch das Bundesverfassungsgericht vorgenommene rechtliche Normierung der informationellen Selbstbestimmung trägt, in welchen informationstechnischen Anwendungsfeldern sie der Ergänzung oder Erneuerung bedarf und welche Ansatzpunkte sich in der Demokratie oder in der Verfassungsrechtsprechung selbst hierfür finden lassen. Das ausführliche Konzept der Konferenz finden Sie in…
Das Institut für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien Stuttgart lädt ein zur Tagung „Verantwortung der Internet-Giganten – Brauchen wir eine Politik & Ethik der Algorithmen?“ am 03.12.2015. Auf der Tagung wird kritisch nach den Folgen einer durchdringenden Algorithmisierung der Welt gefragt. Menschliches Handeln könnte im Zuge der Digitalisierung auf maschinell verwertbare Vorgänge reduziert werden. Ob Recht und Ethik hier überhaupt Grenzen setzen können, ist eine herausfordernde Frage. Mit diesen Themen und Fragen werden sich unter anderem Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz a. D., und Yvonne Hofstetter, Autorin und Geschäftsführerin des Big-Data-Unternehmens Teramark Technologies GmbH, auseinandersetzen. Das ausführliche Programm der Tagung finden Sie im Programmflyer…
Der Verein zur Förderung der Publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS) hat den „Medienspiegel“ ausgeschrieben – so heißt der Preis für ein besonderes Engagement der Medien für die professionelle Selbstkontrolle im Bereich öffentlicher Kommunikation. Vorschläge für preiswürdige Projekte, Initiativen, Artikel und Beiträge werden bis zum 15. November 2015 erbeten. Aus der Ausschreibung: Der Preis „MedienSpiegel“ ist eine Initiative des Vereins zur Förderung der Publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS) mit dem Ziel, die mediale Transparenz publizistischer Selbstkontrolle zu erhöhen und zugleich die öffentliche Wahrnehmung zu stärken. Über den „MedienSpiegel“ soll positive Aufmerksamkeit für Medienschaffende, Redaktionen oder Medienhäuser sowie zivilgesellschaftliche Initiativen erzeugt werden, die diese Selbstkontrolle verwirklichen. Ausgezeichnet werden…
Die medienethische Zeitschrift Communicatio Socialis hat ihre Heftvorschau aktualisiert und dabei ein medienethisches Themenheft zu „Flucht und Migration“ angekündigt. Themen der nächsten Hefte sind: Heft 3/2015: PR, Werbung und Ethik Heft 4/2015: Aktualität und Echtzeit im Journalismus Heft 1/2016: Flucht und Migration Heft 2/2016: Sexualisierung und Pornographie Die Zeitschrift ruft dazu auf, bei Interesse an den Themen (etwa als Autor/Autorin oder wenn Sie einen Hinweis haben…) Kontakt mit der Redaktion aufzunehmen.
Kriege, Krisen, Katastrophen – die tägliche Bilder- und Nachrichtenflut versorgt Leser wie Zuschauer mit einem ungeschönten Blick auf die Realität. Die journalistische Devise „bad news are good news“ scheint jedoch nicht mehr die Erwartungen der Menschen zu erfüllen. Neben dem Wunsch nach umfassender Information, wächst auch das Bedürfnis nach neuen Perspektiven, wenn sich die Frage stellt: „Was kann man tun?“ Zum fünften Mal lädt das Benediktinerkloster Königsmünster in Meschede zu einer medienethischen Tagung vom 13.-15. November 2015 ein. Mönche und Journalisten werden sich gemeinsam mit der Frage nach einem konstruktiven Journalismus und den damit verbundenen Regeln auseinandersetzen. Weitere Informationen und Anmeldung finden…
Am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen ist im Forschungsprojekt Informationstechniken als Wertetechniken. IT-Import und Datenschutz in der Subsahara-Region Afrikas ab dem 1. Januar 2016 für 9 Monate die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/ eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (50% E 13 TV-L) zu besetzen. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Praxis der Digitalisierung in der Subsahara-Region Afrikas sowie der Wechselwirkung von Wertverständnis und Technikentwicklung. Im Vordergrund steht hierbei der Umgang mit dem Datenschutz. Aufgabe des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin ist insbesondere die Vorbereitung einer Antragstellung im genannten Themenbereich. Grundlegend ist hierfür eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus Soziologie, Ethnologie, Philosophie und…