Neu in unserer Bücherschau: Der neue Gott

Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz nicht nur als Werkzeug verstanden wird, sondern Menschen ihr Sinn, Orientierung und beinahe religiöse Bedeutung zuschreiben?

Mit Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche legt Claudia Paganini einen Essay vor, der an der Schnittstelle von Technik, Religion und Ethik eine ebenso provokante wie nachdenkliche Frage stellt: Wird KI im digitalen Zeitalter zu einer neuen Projektionsfläche für menschliche Hoffnungen, Bedürfnisse und Sinnsuche?

In unserer Bücherschau macht Paganini im Interview deutlich, dass es ihr in ihrem Essay nicht darum geht, KI tatsächlich als Gott zu behaupten oder ihre Verehrung zu empfehlen. Vielmehr beschreibt sie religiöse und spirituelle Zuschreibungsprozesse – und fragt danach, warum Menschen zu unterschiedlichen Zeiten sehr unterschiedliche Wege finden, um mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Das Buch lädt damit zu einer differenzierten Auseinandersetzung ein: jenseits vorschneller Abwertung, aber auch ohne naive Technikverehrung. Oder zugespitzt: Es geht nicht darum, KI anzubeten – sondern darum besser zu verstehen, warum manche Menschen genau hier suchen.

Neugierig geworden? Dann lohnt sich ein Blick in die ausführliche Buchvorstellung.

Neu in unserer Bücherschau: Ethik der öffentlichen Kommunikation

Wie lassen sich Journalismus, Public Relations, Werbung – und digitale Alltagskommunikation – ethisch einordnen, ohne in einfache Schwarz-Weiß-Bilder zu verfallen?

Mit Ethik der öffentlichen Kommunikation legen Barbara Thomaß, Günter Bentele, Nils S. Borchers, Beatrice Dernbach und Jessica Heesen eine fundierte Einführung vor, die genau hier ansetzt: Sie verbindet kommunikationswissenschaftliche Perspektiven mit normativer Reflexion und richtet den Blick zugleich auf berufliche Praxis wie auf die öffentliche Kommunikation im Digitalen.

Im Interview mit Barbara Thomaß und Günter Bentele wird schnell deutlich, worum es den Autor:innen geht: um eine differenzierte Auseinandersetzung jenseits gängiger Klischees – und um die Einsicht, dass Ethik eine zentrale Voraussetzung für die Legitimität öffentlicher Kommunikation ist. Oder zugespitzt: Vorsicht vor Vereinfachungen!

Neugierig geworden? Dann lohnt sich ein Blick in die ausführliche Buchvorstellung.