Neuerscheinung: „Menschenwürde und Reality TV“

Real Shows wie „Big Brother“, „Frauentausch“ oder „Bauer sucht Frau“ stehen in dem Verdacht, systematisch die Würde des Menschen zu missachten. In ihrem jetzt erschienenen Buch nähert sich die Journalistin und Medienphilosophin Carmen Krämer diesem drastischen Vorwurf aus medienethischer Perspektive. – Das Buch kann z.B. beim Verlag bestellt werden. Einen Überblick über die Reihe “Kommunikations- und Medienethik“, in der dieser Band erscheint, finden Sie hier.

https://www.nomos-shop.de/shopfiles/_processed_/1/b/csm_978-3-8487-7616-0_4dd2ce31e8.jpgDie Würde des Menschen ist unantastbar. Durch verschiedene Berichte ist bekannt, wie Produzenten von Reality TV ihre vermeintlichen Kandidaten absichtlich in unvorteilhaftem und erniedrigendem Licht darstellen, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen.

Dennoch bedarf es eines klaren und normativen Verständnis des Begriffs der Würde, um sinnvoll Kritik ausüben zu können. Verkommt Würde letztlich zum leeren Begriff oder lässt er sich klar fundieren, um so objektive Kritik zu ermöglichen? Müssen Reality-Shows immer verletzend sein?

Krämer widmet sich diesen Fragen und geht dabei auf die verschiedenen Formate und Praktiken der TV Branche ein. Sie schlägt vor, vom allgemeinen Würdebegriff die Personen-Würde klar zu unterscheiden.

Dr. Carmen Krämer ist Philosophin, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der RWTH Aachen und hat zahlreiche Erfahrungen als Journalistin.

Information
Krämer, Carmen (2020): Menschenwürde und Reality TV. Ein Widerspruch? Baden-Baden: Nomos (Kommunikations- und Medienethik, 13). DOI: 10.5771/9783748909927
ISBN 978-3-8487-7616-0, 59 EUR

Link zu Verlagswebsite mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe, und hier der Band in der eLibrary des Verlages.

Ausschreibung – Wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstelle im Themenfeld Ethik und Digitalisierung

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstelle im Themenfeld Ethik und Digitalisierung

Entgeltgruppe TV-L E 13 (75-100%), befristet auf 3 Jahre

Am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen (Forschungsschwerpunkt Medienethik und Informationstechnik) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstelle (w/m/d) im Bereich der interdisziplinären Digitalisierungsforschung zu besetzen.

Gefragt sind insbesondere Qualifikationen im Bereich Ethik der Künstlichen Intelligenz, Big Data und Gesellschaft, vertrauenswürdige KI, Regulierung, Trainingsdatenqualität, Algorithmische Entscheidungsfindung (ADM) und Falschnachrichten. Teilzeitregelungen sind möglich.

Von den Bewerber*innen werden folgende Qualifikationen erwartet:

  • Ein abgeschlossenes Masterstudium der Philosophie, der Kommunikations- und Medienwissenschaft oder einem anderen sozial- oder geisteswissenschaftlichen Fach
  • Kenntnisse informations- und medienethischer Fragestellungen bzw. Kompetenzen im Bereich der Technikethik oder der Angewandten Ethik im Allgemeinen
  • Die Bereitschaft und Fähigkeit zur interdisziplinären Arbeit

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, relevanten Zeugnissen und ggfs. Publikationsliste und einer Schriftprobe bis zum 25.08. in elektronischer Form (zusammengefasst in einem pdf-Dokument) an wulf.loh@izew.uni-tuebingen.de. Die Übernahme von Reisekosten zum Bewerbungsgespräch ist leider nicht möglich.

Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb Wissenschaftlerinnen ausdrücklich um ihre Bewerbung. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.