„Sicherheit & Information“ Thema der Communicatio Socialis Heft 1/2026

Fühlen Sie sich sicher? Sicherheit umfasst viele Dimensionen – von Frieden und finanzieller Stabilität bis zur Datensicherheit – und ist angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten so relevant wie nie. Beispiele wie Wehrdienstreformen, Diskussionen um Social Media oder Bedrohungen für Journalist:innen zeigen die Vielschichtigkeit des Themas.

Die neue Ausgabe von Communicatio Socialis widmet sich „Sicherheit & Information“ aus unterschiedlichen Perspektiven. Christina Holtz-Bacha eröffnet mit einem Beitrag zu journalistischem Arbeiten unter Druck und Entwicklungen der Pressefreiheit in den USA und der EU. Daran anknüpfend untersuchen Volker Lilienthal, Viviane Schönbächler und Jannis Frech medienethische Standards bei Cyberangriffen und Überwachung, insbesondere den Quellenschutz. Melanie Verhovnik-Heinze und Liane Rothenberger beleuchten sicherheitssensible Kontexte journalistischer Kommunikation, während Hektor Haarkötter und Mariana Ochoa-Moreno medienethische Leerstellen und „digitale Naivität“ thematisieren. Anna Sophie Kuschezki analysiert Maßnahmen gegen digitale Gewalt an Journalistinnen. Marlis Prinzing geht der Verantwortung im Journalismus und im Umgang mit Belastungen nach, gestützt auf Interviews mit Journalist:innen und Psycholog:innen. Birgit Stöber schließt den Schwerpunkt mit einem Blick auf die Inszenierung von Sicherheit im hybriden Mediensystem am Beispiel Grönlands.

Ergänzend erläutert Lars Rademacher zentrale Dimensionen von Public Relations, Markus Beckedahl schreibt über „Jenseits der Plattformlogik. Wege zu demokratischen digitalen Öffentlichkeiten“ ( (frei abrufbar in der Online-Bibliothek). Weitere Beiträge stammen von Felix Krebber (strategische Geschichtskommunikation), Ingrid Stapf und Jana Hecktor (Digital Wellbeing von Kindern) sowie Michael Jäckel (Religion, Vernunft und das Allumfassende); hinzu kommt zum Schluss die Literaturrundschau. Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verfügbar (Paywall, über Uni-Bibliotheken gewöhnlich verfügbar).
Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.

Call for Papers: Philosophie der Propaganda / Philosophy of Propaganda

Die Zeitschrift für Ethik und Moralphilosophie (ZEMO) sucht Beiträge zu einer Philosophie der Propaganda. Einsendeschluss ist 1.10.2026.

Den Begriff Propaganda umgibt eine Aura des Negativen. Nicht selten wird er mit der Vereinnahmung und Verzerrung von Wirklichkeit in Verbindung gebracht – als Bezeichnung für eine Kommunikationsform, die auf die „falsche“ Art und Weise für eine Idee wirbt. Manchmal ist auch von Propaganda die Rede, wenn einem die propagierten Inhalte schlicht suspekt erscheinen. Doch damit droht das Wort zur bloßen Ablehnungsvokabel zu werden – einem Etikett ohne analytischen Gehalt. Ohne klare Bestimmung seiner unterstellten negativen Bedeutung lässt sich der Begriff für ernsthafte Debatten kaum fruchtbar machen.

Genau hier setzt der neue Schwerpunkt der Zeitschrift für Ethik und Moralphilosophie (ZEMO) an. Er lädt dazu ein, den Propagandabegriff grundlegend zu klären: Was genau ist (prima facie) so problematisch daran? Welche Art von Fehler macht, wer Propaganda betreibt? Und stimmt es überhaupt, dass Propaganda notwendigerweise etwas Problematisches an sich hat?

Beiträge können auf Deutsch oder Englisch bis 1.10.2026 eingereicht werden und sollen einen Umfang von maximal 9.000 Wörtern nicht überschreiten.

Alle Beiträge durchlaufen ein Double-Blind-Peer-Review. Akzeptierte Beiträge werden im Rahmen des Continuous-Article-Publishing-Modells unmittelbar auf der ZEMO-Website veröffentlicht.

Den ganzen Call for Papers mit allen Informationen zur Einreichung sowie die englische Beschreibung finden Sie hier.