Krisenkommunikation – Neues Heft von Communicatio Socialis erschienen

Wie enstehen Krisen, welche Gefahren bringen sie mit sich und wie funktioniert ein Krisenfrüherkennungssystem? Das Heft zum Thema “Krisenkommunikation” ist online erschienen; ein Text ist frei erreichbar. Eine Print-Ausgabe können Sie bestellen. Ein Highlight: Der Krisenmanager Frank Roselieb spricht in einem Interview über Krisenstrategien- und –präventionen. Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Medienethischer Schwerpunkt: Krisenkommunikation

Da Krisen eine nachhaltige Gefährdung darstellen können und sich über soziale Medien mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten, bedarf es in Organisationen und Unternehmen einer Krisenkommunikation. Auf dem Spiel steht der Verlust von Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Um den Reputationsverlust möglichst gering zu halten, ist es wichtig, an einer Krisenfrüherkennung zu arbeiten. Hierbei werden Medien systematisch ausgewertet, um Risikothemen zu identifizieren und Vermeidungsstrategien zu entwickeln.

Den Rahmen für den Schwerpunkt Krisenkommunikation bildet das Interview mit dem Krisenmanager Frank Roselieb, der Auskunft über Krisentypen und kommunikative Stolpersteine gibt und dabei die Rolle der klassischen und der Sozialen Medien aufzeigt. Anhand der weiteren Beiträge wird dargestellt, wie unterschiedlich Krisen in Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sport wahrgenommen werden und wie unterschiedlich Institutionen auf Krisen vorbereitet sind.

Medienethischer Forschungsbeitrag

Bernadette Uth und Klaus Meier beschäftigen sich mit Einflussfaktoren auf die Qualität von Nutzerkommentaren und der Frage, wie Redaktionen bessere Diskussionen fördern können. Auf Basis einer Inhaltsanalyse von 1500 Nutzerkommentaren fünf deutscher Nachrichtenwebsites zeigen Uth und Meier auf, dass eine Aufhebung von Anonymität und die Einführung einer Klarnamenpflicht zu besserer Qualität beitragen und vor allem bei lokalen und regionalen Nachrichtenartikeln Diskussionen gezielt angeregt und durch journalistische Beteiligung gefördert werden können.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft

In der Rubrik Kommunikation in Kirche und Gesellschaft verfolgt Martin Kirschner das Projekt einer „Topischen Dialogik“. Dafür wurde in einer heterogenen Gruppe von Theolog_innen an einer offenen, topologisch konzipierten Rahmentheorie theologischer Erkenntnislehre gearbeitet.

Joachim Valentin beschäftigt sich mit der medialen Präsenz von Papst und Kirche und lenkt den Blick wieder auf die anthropologische Wende Karl Rahners.

Serie „Grundbegriffe der Medienethik“ und “zuRechtgerückt”

In der Serie „Grundbegriffe der Medienethik“ behandelt der 13. Teil das Stichwort “Gerechtigkeit” (Larissa Krainer). Einen Überblick über die Serie finden Sie unter grundbegriffe.communicatio-socialis.de. Die Serie “zuRechtgerückt” widmet sich der Qualität von Online-Umfragen (Ernst Fricke).

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird im verzögerten Open Access publiziert: 36 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich. Eine Reihe von (Universitäts-) Bibliotheken haben Communication Socialis lizensiert und gewähren ihren Nutzer_innen Zugriff auf die aktuellen Inhalte.

Call for Abstracts: “Digitalisierung und Entwicklung im Globalen Süden. Fortschritt durch Technologie?”

(english version below)

 

TATuP-Thema in Heft 2/2019. Einreichung Ihres Abstracts bis 25.10.2018.

Die Länder des Globalen Nordens und Südens unterscheiden sich in Hinblick auf den Zugang zu und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wie Computern, Mobiltelefonen und dem Internet – sie werden von einem Digital Divide getrennt. Vielen Konzepten und Annahmen zufolge, sollen IKT die wirtschaftliche Produktivität und den Wohlstand steigern und eine demokratisierende Wirkung haben. Demzufolge wirkt sich die Überwindung des Digital Divide positiv auf die Menschen in den Regionen der Welt aus, die bisher wenig oder keinen Zugang zu IKT haben. Zudem unterstützt die Digitalisierung auch die Bildung und die Bereitstellung von Gesundheitsversorgung sowie neue Möglichkeiten für kulturelle und religiöse Freiheit und schafft neue Möglichkeiten der sozialen Vernetzung und der Unterhaltung. IKT könnten somit dazu beitragen, zahlreiche aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Entwicklung und globale Gerechtigkeit zu bewältigen…

Bitte lesen Sie weiter auf www.tatup.de/index.php/tatup/announcement/view/14 oder direkt im PDF des Calls http://www.tatup.de/downloads/Call_for_Abstracts_TATuP_2_2019_DE.pdf.

 

Gastherausgeberinnen dieses TATuP-Themas

PD Dr. Jessica Heesen (IZEW Tübingen), Laura Schelenz (IZEW Tübingen), Kerstin Schopp (IZEW Tübingen), Maria Pawelec (IZEW Tübingen)

 

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Call for Abstracts: “Digitalisation and Development in the Global South. Progress by Technology?”

 

TATuP special topic in issue 2/2019. Submission of your abstract until 25 October 2018.

A “digital divide” separates the countries of the Global North and South: they are unequal in terms of access to and the use of information and communication technologies (ICT) such as computers, mobile phones, and the internet. It is widely believed that bridging this divide will positively affect people in under-connected world regions: ICT are assumed to increase economic productivity and prosperity and to have a democratizing effect. They also allegedly support education and the delivery of health care and create new opportunities for cultural and religious expression, social networking and entertainment. In short, ICT may combat numerous prevailing challenges to development and global justice…

Please continue reading at www.tatup.de/index.php/tatup/announcement/view/14 (click on language button in top right corner), or directly in the PDF http://www.tatup.de/downloads/Call_for_Abstracts_TATuP_2_2019_EN.pdf.

 

Editors of this TATuP special topic

PD Dr. Jessica Heesen (IZEW Tübingen), Laura Schelenz (IZEW Tübingen), Kerstin Schopp (IZEW Tübingen), Maria Pawelec (IZEW Tübingen)