Tagungsrückblick: „Digitale Teilhabe. Medien als Bedingung von Partizipation und Freiheit?“

Mit der Tagung „Digitale Teilhabe. Medien als Bedingung von Partizipation und Freiheit?“ kamen am 5. und 6. Februar 2026 über 90 Teilnehmende an der Katholischen Stiftungshochschule in München zusammen. Veranstaltet wurde die Tagung vom Netzwerk Medienethik gemeinsam mit den DGPuK-Fachgruppen Kommunikations- und Medienethik sowie Medienpädagogik in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing.

Eröffnung der Tagung und Begrüßung an der Katholischen Stiftungshochschule durch deren Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Schwarz.

Ein einführendes Plenum setzte den inhaltlichen Rahmen der Tagung und machte deutlich, wie vielschichtig der Begriff digitaler Teilhabe ist – zwischen normativem Anspruch, technologischen Bedingungen und gesellschaftlicher Realität. Darauf aufbauend richteten sich drei parallele Panels des ersten Tages auf unterschiedliche Zielgruppen. Im Mittelpunkt standen Fragen digitaler Teilhabe von marginalisierten Gruppen, Jugendlichen sowie älteren Nutzer:innen. In den Diskussionen zeigte sich, dass Teilhabe nicht allein vom Zugang zu digitalen Technologien abhängt, sondern eng mit Fragen von Bildung, sozialer Lage, Gestaltungsmacht und Verantwortung verbunden ist.

Eindrücke von der Podiumsdiskussion: Auf der Bühne (oberes Bild) von links nach rechts: Prof. Dr. Lars Rademacher, Prof. Dr. Petra Grimm, Dr. Susanne Eggert, Stephanie Mirlach-Kratschmer, Gilda-Nancy Horvath und Dr. Kinza Khan.

Den inhaltlichen Abschluss des ersten Tages bildete eine Podiumsdiskussion, in der digitale Teilhabe aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert wurde – von medienethischen Grundfragen über Regulierung und Journalismus bis hin zu medienpädagogischer Praxis. Deutlich wurde dabei, dass der Begriff der Teilhabe je nach Kontext unterschiedlich gefüllt ist und stets mit ethischen Konsequenzen für Gestaltung, Verantwortung und Regulierung digitaler Räume verbunden bleibt.

Übergabe des Ehrenpreises an Prof. Dr. Petra Grimm (Hochschule der Medien Stuttgart) durch Fachgruppensprecher Prof. Dr. Lars Rademacher (links im Bild)

Übergabe des Promovierendenpreises an Vanessa Kokoschka (Hochschule Darmstadt) von Fachgruppensprecherin PD Dr. Claudia Paganini (rechts im Bild).

Im Rahmen eines feierlichen Tagesabschlusses würdigte die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik die besonderen Verdienste und herausragenden Leistungen für die Medienethik mit der Verleihung eines Ehrenpreises für Prof. Dr. Grimm zu 25 Jahren Mitgliedschaft in der DGPuK sowie des Promovierendenpreises an Vanessa Kokoschka.

Der zweite Tag der Tagung verlagerte den Schwerpunkt stärker auf Gestaltungsmöglichkeiten und praktische Anschlüsse. Zwei parallele Panels widmeten sich digitalen Lern- und Bildungsräumen sowie Fragen von KI-Kompetenzen und digitaler Ungleichheit. In den anschließenden interaktiven Formaten wurde diese Perspektive weitergeführt und gemeinsam an konkreten Ansätzen für Bildung, Praxis und Forschung gearbeitet. Ein abschließendes Plenum bündelte die Diskussionen und rückte zentrale Herausforderungen sowie notwendige Kompetenzen für eine aktive und verantwortungsvolle Gestaltung digitaler Welten in den Mittelpunkt.

Das neue Mittelbau-Sprecher:innenteam: Valentin Weber (links) und Sarah Hermann (rechts).

Der Tagung voraus ging ein mit rund 20 Teilnehmenden gut besuchtes Vernetzungstreffen von Promovierenden und Promotionsinteressierten beider Fachgruppen. In diesem Kontext wurde auch ein neues Mittelbau-Sprecher:innenteam für die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik gewählt. Ein herzlicher Glückwunsch geht an dieser Stelle an Sarah Hermann (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) und an Valentin Weber (Technische Universität Hamburg). Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Christian Gürtler (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), der die letzten Jahre als Sprecher für die Mittelbaugruppe tätig war und der das neue Team in seine Aufgaben einführt.

Das neue Sprecher:innen-Team der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik: Janis Brinkmann (links) und Susanna Endres (rechts).

Auch in der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik selbst gab es eine personelle Veränderung. Auf das bestehende Sprecher:innen-Team PD Dr. Claudia Pagnini (Universität Innsbruck) und Lars Rademacher (Hochschule Darmstadt)folgen Susanna Endres (Katholische Stiftungshochschule München) und Janis Brinkmann (Hochschule Mittweida). Auch hier ein großer Dank an das bestehende Sprecher:innen-Team!

Die Tagung machte deutlich, wie produktiv der interdisziplinäre Austausch zwischen Medienethik und Medienpädagogik ist – und wie zentral es bleibt, digitale Teilhabe als gemeinsame gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe kritisch weiterzudenken.

Fotos: Christian Gürtler

Endspurt: Heute letzte Chance zur Anmeldung zur Jahrestagung 5./6. Feb. 2026 #nme26

Am 05. und 06. Februar 2026 findet die Jahrestagung des Netzwerks Medienethik statt. Veranstaltungsort ist die Katholische Stiftungshochschule in München. Das Thema der Tagung lautet „Digitale Teilhabe. Medien als Bedingung von Partizipation und Freiheit?“

Tagungswebsite: https://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/2026-digitale-teilhabe/

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