Neuerscheinung – Christian Schicha: Medienethik. Grundlagen, Anwendungen, Ressourcen

Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Universität Erlangen-Nürnberg, hat ein Lehrbuch zur Medienethik vorgelegt.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Darstellung der Moralphilosophie und normativen Kernbegriffen der Medienethik wie Verantwortung, Öffentlichkeit, Qualität und Authentizität. Im zentralen Kapitel steht die Medienethik im engen Sinne. Hier behandelt der Autor Praxisfälle, das Spannungsfeld zwischen Ideal- und Praxisnormen sowie Werte-und Normensysteme des Medienhandelns.

Schicha zeigt Medienskandale aus dem Journalismus, der Politik und der Wirtschaft auf und widmet sich den Verbreitungswegen sowie der Aufdeckung und Bekämpfung von sogenannten Fake News. Danach behandelt er ausgewählte Spannungsfelder des Journalismus wie den Boulevardjournalismus und die Terrorberichterstattung. Er widmet sich bildethischen Aspekten, der PR-Ethik sowie der Ethik der Werbung.

Der Fokus richtet sich zudem auf die Ethik der Unterhaltung, Moraldiskurse im Film und Fragen der Internetethik, bevor Medienselbstkontrollinstanzen vorgestellt werden. Das Buch wird durch einen Überblick über medienethische Initiativen und eine kommentierte Auswahlbibliografie zur Medienethik abgerundet.

Schicha, Christian (2019): Medienethik. Grundlagen – Anwendungen – Ressourcen. München: UVK Verlag (UTB Medien- und Kommunikationswissenschaft, 5102).

ISBN 9783825251024

Link zur Verlags-Website mit Leseprobe.

Call for Papers: Adorno und die Medien

Für die Konferenz „Adorno und die Medien“ am 13. und 14. Dezember 2019 in Karlsruhe an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG), können bis zum 31. Mai 2019 Abstracts mit einem kurzen Lebenslauf eingereicht werden.

Thema ist Adornos praktisch-kritische Auseinandersetzung mit der Welt der Medien, des Rundfunks und des Fernsehens. Als Philosoph und Soziologe diskutierte Adorno das Schicksal der Öffentlichkeit und des autonomen Individuums unter Bedingungen einer industrialisierten Medienproduktion in zahlreichen medialen Interventionen.

Anlässlich des 50. Todestages von Adorno sind inhaltlich die drei folgenden Themen möglich:

  1. Adornos eigene Ambivalenz über die Gefahren und Potenziale moderner Medien.
  2. Die Folgen seiner Theorie in medientheoretischen Ansätzen der folgenden Jahrzehnte.
  3. Die Relevanz von Adornos kritischer Theorie in der zeitgenössischen Kritik der digitalen Kultur.

Der Call ist offen bis zum 31. Mai 2019. Den ausführlichen Call for Papers finden Sie hier. Weitere Informationen zur Konferenz auch hier.