Positionspapier der Medienanstalten zu KI und Medien

Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) hat ein Papier mit dem Titel „Vielfalt stärken, Verantwortung regeln, Vertrauen wahren“ beschlossen, in dem sie den Einsatz KI-basierter Systeme in Medien in den Blick nimmt. Laut Pressemitteilung fasst das Papier die Forderungen der Medienanstalten unter den drei Leitsätzen „Vielfalt stärken“, „Verantwortung regeln“ und „Vertrauen wahren“ zusammen. Mit dem Grundsatz „Vielfalt stärken“ setzen sich die Medienanstalten dafür ein, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Vielfalt in den Medien nicht beeinträchtigen. Das bedeutet, dass sowohl bei der Erstellung als auch bei der Distribution von Medien durch KI-Systeme die Unterschiedlichkeit von Meinungen und Perspektiven sichtbar bleiben…

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Verleihung des Doktorand:innen-Preises an Stefan Kosak

Die Fachgruppe Kommunikation und Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft hat für das Jahr 2023 zum zweiten Mal einen Doktorand:innen-Preis ausgeschrieben. Im Rahmen der Fachgruppentagung 2024 in München wurde der Preis an Stefan Kosak von der Hochschule für Philosophie verliehen, der für seinen Aufsatz „Medienethische Überlegungen zum Umgang mit Online-Hatespeech“ ausgezeichnet wurde. In seinem Aufsatz setzt sich Kosak mit Blick auf die Verbreitung von Hassbotschaften im Internet mit der Frage nach dem richtigen Umgang auseinander, wobei er insbesondere das systematische Löschen von Hassbotschaften durch die Plattformbetreiber:innen kritisch beleuchtet.  Eine grundlegende Definition von Hatespeech zeigt dabei, dass das Empfinden…

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Ausschreibung Doktorand:innenpreis 2023

Doktorand:innenpreis 2023 der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik Die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) schreibt dieses Jahr zum zweiten Mal einen Doktorand:innenpreis zur Förderung von jungen Wissenschaftler:innen aus. Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen der nächsten Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik im Februar 2024 in München. Der Preis ist mit 500,- Euro dotiert. Es gelten folgende Rahmenbedingungen: Der Artikel behandelt für die Kommunikations- und Medienethik relevante Fragestellungen. Die Doktorand:innen können einschlägige Artikel einreichen, die zwischen dem 01.08.2022 und dem 31.12.2023 publiziert wurden/werden. Auch (noch nicht publizierte) Full-Paper, für die bereits eine Publikationszusage (formlos durch…

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Einladung zur Veranstaltung „Klima und Klimaaktivismus. Stimmen aus der Wissenschaft“

Das Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität Berlin veranstaltet am Freitag, den 21.04.2023 ein Symposium zur gesellschaftlichen Wahrnehmung des Klimaaktivismus. Die Veranstaltung begleitet die Veröffentlichung einer Erklärung von Wissenschaftler:innen, die ein entschlossenes Handeln gegen den Klimawandel fordern, statt Protestaktionen der „Letzen Generation“ und anderen Gruppen zu kriminalisieren. Im Rahmen des Symposiums soll die Stellungnahme durch wissenschaftliche Erkenntnisse verschiedener Disziplinen untermauert werden. Daten zur Veranstaltung: Was? Symposium zur Debatte um den Klimaaktivismus Wann? Freitag 21.04.2023, 16:00–18:00 Uhr Wo? Humboldt-Universität Berlin, Dorotheenstraße 24, Raum 1.401 und per Zoom Programm Mehr als Klima. Von Biodiversität und planetaren Grenzen Gregor Hagedorn, Berlin…

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Verleihung des Doktorand:innen Preises an Nicole Duller

Die Fachgruppe Kommunikation und Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft hat in diesem Jahr erstmalig einen Doktorand:innen-Preis ausgeschrieben. Im Rahmen der Fachgruppentagung 2023 in St. Pölten wurde dieser Preis nun an Frau Nicole Duller von der Universität Klagenfurt verliehen, die für ihren Aufsatz „Robots are Actor-Networks: Awarness, Bottom-Up Ethics and Transforming Responsibility“ ausgezeichnet wurde. In ihrem Aufsatz diskutiert Duller Verantwortungsdimensionen und ethische Kriterien der Robotik. Technologische Entwicklungen und Innovation verändern kontinuierlich Bereiche des menschlichen Lebens. Auch robotische Systeme sind zunehmend an Praktiken des Alltags beteiligt. Dabei ergeben sich neue Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten. Der Artikel behandelt damit ein Thema,…

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Ausschreibung Doktorand:innenpreis 2022

Doktorand:innenpreis 2022 der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik Die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik schreibt heuer zum ersten Mal einen Doktorand:innenpreis zur Förderung von jungen Wissenschaftler:innen aus. Folgende Bedingungen sind einzuhalten: Der Artikel behandelt für die Kommunikations- und Medienethik relevante Fragestellungen. Die Doktorand:innen können einschlägige Artikel einreichen, die zwischen dem 01.08.2021 und dem 31.12.2022 publiziert wurden/werden. Auch (noch nicht publizierte) Full-Paper, für die bereits eine Publikationszusage (formlos durch Herausgeber:innen bzw. den Verlag) vorliegt, werden bei der Vergabe des Preises berücksichtigt. Bei Artikeln von Autor:innenteams ist die Erstautor:innenschaft Voraussetzung für die Einreichung. Die Sprache der Beiträge kann Deutsch oder Englisch sein. Pro Doktorand:in…

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Ausschreibung für Hans Bausch Mediapreis für exzellenten Forschung zur aktuellen Medienentwicklung

Auch dieses Jahr zeichnet der Hans Bausch Mediapreis wieder exzellente Forschung zu Fragen digitaler Ethik aus. Bis Ende des Jahres können noch Arbeiten eingereicht werden. Die Verleihung findet nächsten Mai statt. Wissenschaft bildet kein rein zweckgerichtetes Außerhalb zum politischen Diskurs, sondern kann diesen durch gezielte Impulse kreativ mitgestalten. Aus dieser Überzeugung heraus wird die gemeinnützige Stiftung des SWR auch dieses Jahr wieder den Hans Bausch Mediapreis verleihen, der mit 5000€ dotiert ist. Ausgezeichnet werden 2021 publizierte Arbeiten zur digitalen Ethik, Medienethik, zur Medienkompetenz als gesellschaftlicher Verantwortung und zum Thema Medien im Wandel sowie Projekte, die in herausragender Weise zur Förderung…

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Vortragsreihe zur Medienethik der VHS in München

Das Feld der Medienethik ist weit und bietet zahlreiche spannende Anschlussfragen. In einer Vortragsreihe, die die Volkshochschule München in Kooperation mit dem zem::dg entwickelt hat, werden aktuelle Fragen vorgestellt und diskutiert. Die Vortragsreihe findet – sollte die aktuelle Situation es zulassen – in hybrider Form statt: In Präsenz in München und digital per Streamübertragung. Mehr Informationen zu den drei geplanten Veranstaltungen finden Sie in nachfolgender Übersicht:

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Tagungsbericht: Mediale Streitkultur verbessern

Am 18.-19. Februar 2021 fand zum Thema „Streitkulturen“ die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in Kooperation mit dem Netzwerk Medienethik und der Akademie für politische Bildung, Tutzing statt. Bärbel Röben hat auf Menschen – Machen – Medien einen Tagungsbericht veröffentlicht. Hier der Teaser: „Deutschland spricht“ heißt die Plattform von Zeit online, die politisch konträr denkende Menschen zum Zwiegespräch zusammenbringt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich ganz bezaubernd mit einem Ex-Neonazi unterhalten kann“, so Chefredakteur Jochen Wegner auf der virtuellen Erlanger Medienethiktagung der DGPuK zum Thema „Streitkulturen“. Die engagierten Diskussionen kreisten um die Rolle von Streit in der Demokratie und wie Medien mit Polarisierungen…

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Claudia Paganini neue Medienethikerin an der HfPh München

Claudia Paganini übernimmt ab Anfang April 2021 die Vertretung des Lehrstuhls Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München. Die gebürtige Tirolerin hat Philosophie und Theologie an den Universitäten Wien und Innsbruck studiert und 2005 mit einer kulturphilosophischen Arbeit promoviert. Nach einigen Jahren der Tätigkeit im Journalismus und in der Öffentlichkeitsarbeit kehrte sie 2010 an die Universität Innsbruck zurück, um sich in ihrer 2018 mit dem Pater Johannes Schasching SJ-Preis ausgezeichneten Habilitationsschrift der Medienethik zu widmen (siehe hier). Neben diesem stärker normativ bzw. methodisch ausgerichteten Werk befasst sich Paganini besonders mit der Rezeption medialer Umbrüche, der Populärkultur, Computerspielen und den…

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Neuerscheinung: „Werte für die Medien(ethik)“

Der Begriff der Medienethik ist breit etabliert, die Disziplin der Medienethik kann mittlerweile auf eine gewisse Tradition blicken. Die Disziplin droht aber in der Unterschiedlichkeit von Journalismusethik, Unterhaltungsethik, Werbe- und PR-Ethik zu zerfallen. Wie kann ein einheitlicher Blick auf die Werte der Medien(ethik) gelingen? Dieser Frage versucht sich Claudia Paganini in ihrem jetzt erschienenen Buch „Werte für die Medien(ethik)“ normativ zu nähern. – Das Buch kann z.B. beim Verlag bestellt werden. Einen Überblick über die Reihe “Kommunikations- und Medienethik“, in der dieser Band erscheint, finden Sie hier. Faszination und Irritation bilden nach Paganini Grundelemente eines jeden Mediums. Auf der einen…

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Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten: Ausschreibung für Hans Bausch Mediapreis

Der Hans Bausch Mediapreis richtet sich neu aus, und wird erstmals zum Thema „gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten“ verliehen. „Der Preis soll exzellenter Forschung, die die aktuelle Medienentwicklung einordnet und bewertet, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen“ so der SWR in der Ausschreibung. Der Preis wird verliehen für wissenschaftliche Arbeiten im deutschsprachigen Raum und ist mit 5.000 Euro dotiert. Arbeiten können bis zum 15.01.2021 eingereicht werden. Das SWR arbeitet für die Preisverleihung künftig mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen zusammen. Die erste Verleihung des Preises wird im Mai 2021 stattfinden. Ausgezeichnet werden wissenschaftlich fundierte Publikationen oder Forschungsarbeiten, die sich mit…

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Call for Papers: “Streitkulturen”, Jahrestagung DGPuK-Fachgruppe Medienethik 2021

Die DGPuK-Fachgruppe „Kommunikations- und Medienethik“ führt vom 18. bis 19. Februar ihre Jahrestagung zum Thema „Streitkulturen – Medienethische Perspektive auf gesellschaftliche Diskurse“ im Kreuz und Quer-Haus der Kirche in Erlangen durch. Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem Vortrag an der Tagung zu beteiligen. Dabei können Beiträge zu folgenden Bereichen eingereicht werden: Einordnung von abstrakten normativen Leitlinien und Begriffen, die für eine diskursive Verständigung plädieren. Darlegung etablierter medienethische Modelle/Instrumentarien demokratischer Streitkultur und deren kritische Revision unter den oben geschilderten aktuellen Bedingungen. Aufzeigen neuer technologischer Möglichkeiten für die Etablierung demokratischer Streitkultur im Netz in medienethischer Perspektive. Ermöglichung (Zivil-)gesellschaftlicher Initiativen zur Förderung…

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„Magische Verführer“ – Offener Onlinekurs zur Ethik der Werbung

Die Lernplattform OPEN vhb bietet einen neuen, kostenfreien Onlinekurs zum Thema Werbung an. Ziel ist es, interessierte Bürger*innen im Umgang und der Bewertung von Werbung zu schulen und sie für Tabubrüche zu sensibilisieren. Hinter dem Kurs stehen die Mitglieder des Bayerischen Kompetenznetzes „Medien – Ethik – Bildung“, mit unter anderem Alexander Filipović, Klaus-Dieter Altmeppen, Johannes Haberer, Christian Schicha und Thomas Zeilinger. Werbung ist ein omnipräsenter Teil unseres Lebens. Ihre Absichten, unser Kaufverhalten zu beeinflussen sind uns klar. Doch was darf Werbung eigentlich? Wie ist sie zu bewerten und vor allem, wer kontrolliert sie? Der Kurs bietet einen spannenden und vielseitigen…

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Nachwuchswissenschaftler*innen der Medienethik fordern Entschuldigung von Big- Brother-Produktionsfirma

Mitglieder der Nachwuchsgruppe Kommunikations- und Medienethik veröffentlichten heute eine kritische Stellungnahme zur Marketingkampagne der aktuellen Staffel der Reality-Show “Big Brother”. Darin fordern sie unter anderem eine öffentliche Entschuldigung der Produktionsfirma sowie eine Klarstellung gegenüber der jüdischen Gemeinde. “Wir begrüßen es, dass diese Stellungnahme von Mitgliedern unserer Gruppe veröffentlicht wurde. Wir stehen hinter den Forderungen”, sagt Katharina Dönch, Sprecherin der Nachwuchsgruppe. “Bei der Marketingkampagne wird der Wert eines Menschen in Frage gestellt, wirtschaftlichen Interessen untergeordnet und es werden scheinbar unreflektiert antisemitische Motive zum Einsatz gebracht. Diese Art der Werbung überschreitet die Grenze dessen, was moralisch vertretbar ist. Deshalb ist es gut und…

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