Im Rahmen der 4. Südwestdeutschen Medientage am 5./6. Juni werden Fragen zum Thema Medien und Kontrolle diskutiert.
Gerade wenn Fernsehen, Hörfunk oder Zeitungen über andere mächtige Akteure des öffentlichen Lebens wachen und Missstände ans Tageslicht bringen, treffen Medien und Kontrolle unmittelbar aufeinander. Fragen wie beispielsweise wer die Kontrolleure kontrolliert oder wer die Leitplanken in Zeiten beschleunigter Nachrichtenzyklen, von Bots, Algorithmen und digitalen Plattformen setzt, werden anlässlich der 4. Südwestdeutschen Medientage (und auch bei Twitter unter #SWM19) thematisiert.
Zu Gast sind unter anderem der Kommunikationswissenschaftler Otfried Jarren, der SWR-Chefredakteur und „Report Mainz“-Moderator Fritz Frey, die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats Marlehn Thieme sowie Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz für Medien Heike Raab.
Das detaillierte Tagungsprogramm mit weiteren Informationen finden Sie hier.
Jugend: von der Videoüberwachung im Säuglingsalter über den Lernroboter im Kindergarten bis hin zu durch Künstliche Intelligenz gesteuerte Lernassistenten für den individuellen Bildungserfolg. Digitale Medien werden insbesondere für Lernprozesse, die Wissensvermittlung und die Informationsbeschaffung genutzt und unter dem Schlagwort der Computer Literacy diskutiert. Die Anwendungen, die insbesondere von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, beschränken sich dabei nicht nur auf den formalen Bildungskontext, sondern halten auch Einzug in die Kinderzimmer auf Basis von informellen Lernumgebungen. Worüber jedoch wenig reflektiert wird, sind Privatheits-, Überwachungs- und Datenschutzfragen in diesem sensiblen und wichtigen gesellschaftlichen Bereich. Die Konferenz lädt ein zum inter- und transdisziplinären Austausch über Disziplinen und Wissenschaftsgrenzen hinaus, zum Austausch mit Praktiker_innen aus der Bildungsarbeit und zur (gesellschafts-)politischen Diskussion.