Ethik für Algorithmiker – Studie der Bertelsmann-Stiftung

Zur aktuellen Frage einer Professionsethik für Algorithmengestalter hat die Bertelsmann-Stiftung gestern die Studie “Ethik für Algorithmiker – Was wir von erfolgreichen Professionsethiken lernen können” veröffentlicht. Die Studie ist hier frei zugänglich. Autorin und Autoren sind Claudia Paganini (Uni Innsbruck), Christopher Koska und Alexander Filipovic (zemd::dg München/Eichstätt).

Im Zuge der Bemühungen um eine Ethik der Algorithmen wird auch die Frage nach einer Berufsethik für Algorithmengestalter_innen wichtig. Es geht um die Frage, wie diese Akteure ihrer immer größeren Verantwortung gerecht werden können. Die Personen, die algorithmische Systeme beauftragen, gestalten und einsetzen – die „Algorithmiker_innen“ –, stehen in einer sehr spezifischen Verantwortung. 

Eine solche Professionsethik liegt noch nicht kodifiziert vor und ihre Voraussetzungen müssen überhaupt erst einmal geklärt werden, damit sie als Ziel verfolgt werden kann. In dem jüngst veröffentlichten Arbeitspapier untersuchen Alexander Filipovic, Christopher Koska und Claudia Paganini dafür die professionsethische Natur von sechs Berufsfeldern: Medizin, Soziale Arbeit, Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Ingenieurwesen. Für jedes dieser Gebiete analysiert das Autor_innen_Team, welche Faktoren den Erfolg der jeweiligen Professionsethik bedingen. Insgesamt werden daraus zehn Erfolgsfaktoren für Professionsethiken identifiziert.

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie hier. Folgen Sie auch den Tweets des Projektes Algorithmenethik der Bertelsmann-Stiftung. 

Filipović, Alexander; Koska, Christopher; Paganini, Claudia (2018): Ethik für Algorithmiker – Was wir von erfolgreichen Professionsethiken lernen können. Hg. v. Bertelsmann-Stiftung. Gütersloh. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/5905/. DOI: 10.11586/2018033.

Alexander Filipovic

Professor für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München

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