Tagung “Medien – Demokratie – Bildung” (IMEC 2021)

Das IMEC (Interdisciplinary Media Ethics Center) veranstaltet vom 20. bis 22.01.2021 eine Onlinetagung zum Thema „Medien – Demokratie – Bildung: Normative Vermittlungsprozesse und Diversität in mediatisierten Gesellschaften“. Highlights der Veranstaltung sind Vorträge von Henry Jenkins über Anwendungsmöglichkeiten von Science-Fiction und des KI-Journalisten Thomas Ramge über Datenmonopole. Eine Anmeldung für Teilnehmer ist noch bis 18.01.2021 möglich.

„Partizipation in digitalen Medien unterliegt in demokratischen Gesellschaften normativen Anforderungen, die in Bildungsprozessen vermittelt und angeeignet werden müssen“, so das IMEC. Digitales Know-how sei deshalb zum unerlässlichen Faktor für die Demokratie geworden, den nicht jeder zu genüge vermittelt bekommt.

Die Tagung versucht sich diesem Problem mittels eines thematischen Dreischritts zu nähern: Information, Partizipation und Reflexion.

Organisiert wird die Tagung von Gudrun Marci-Boehncke und ihrem Team von der Forschungsstelle Jugend – Medien – Bildung (FJMB) an der TU Dortmund.

Infos:

Teilnahme:

Interessierte haben die Möglichkeit, sich bis zum 18.01.2020 anzumelden. Dafür schicken sie bitte eine E-Mail mit den Pflichtangaben Vorname, Nachname und E-Mail-Anschrift an imec@post.tu-dortmund.de.

Damit sind sie als regulärer Teilnehmer registriert und erhalten eine Antwort mit den Zugangsdaten. Des Weiteren gibt es die Option als Zuschauer beizuwohnen. Hier können Sie der Tagung per Link beitreten und brauchen keine weitere Anmeldung (ab 15.1. wird er auf der Homepage verfügbar sein).

Neuerscheinung: “Werte für die Medien(ethik)”

Der Begriff der Medienethik ist breit etabliert, die Disziplin der Medienethik kann mittlerweile auf eine gewisse Tradition blicken. Die Disziplin droht aber in der Unterschiedlichkeit von Journalismusethik, Unterhaltungsethik, Werbe- und PR-Ethik zu zerfallen. Wie kann ein einheitlicher Blick auf die Werte der Medien(ethik) gelingen? Dieser Frage versucht sich Claudia Paganini in ihrem jetzt erschienenen Buch „Werte für die Medien(ethik)“ normativ zu nähern. – Das Buch kann z.B. beim Verlag bestellt werden. Einen Überblick über die Reihe “Kommunikations- und Medienethik“, in der dieser Band erscheint, finden Sie hier.

Faszination und Irritation bilden nach Paganini Grundelemente eines jeden Mediums. Auf der einen Seite sind wir stehts angezogen und aufgenommen in Medien, dabei jedoch auch achtsam und distanziert, gerade in Zeiten des medialen Wandels. „Es ist das aber eine Spannung, die überwunden und fruchtbar gemacht werden kann, wenn es nämlich gelingt, beide Komponenten in einer konstruktiven Kritik zusammenzuführen“, so die Autorin. Hier sieht Sie auch den Platz und die Aufgabe der Medienethik.

Ziel des Buches ist es, die Grundsteine für einen medienetischen Zugang zu legen, der alle Teilbereiche der Medien umfasst und dabei trotzdem inhaltlich konkret auf Probleme antworten kann. Als Kernbestand an Werten, der in verschiedensten Debatten wiederkehrt, erarbeitet Paganini schließlich: Transparenz, Fairness, Respekt, Verantwortung und Kompetenz.

Claudia Paganini ist Wissenschaftlerin, Literatin und Sachbuchautorin und arbeitet am Institut für christliche Philosophie der Innsbrucker Universität.

Informationen

Paganini, Claudia (2020): Werte für die Medien(ethik), Baden-Baden: Nomos (Kommunikations- und Medienethik, 12).

ISBN 978-3-8487-6310-8, 39 EUR

Link zu Verlagswebsite mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe, und hier der Band in der eLibrary des Verlages.