Neu gegründete Initiative „Bildung und digitaler Kapitalismus“: Fachtagung am 20.-21. Juni 2022 in der Akademie für kulturelle Bildung (Remscheid)

Im Herbst letzten Jahres hat sich die Initiative „Bildung und digitaler Kapitalismus“ aus einem Kolloquium heraus gegründet, an dem mehrere WissenschaftlerInnen und in der Bildungsarbeit aktive KollegInnen teilnahmen. Ziel der Initiative ist es, gesellschafts- und medienkritische Analysen und Praxisaktivitäten zum Thema „Bildung und digitaler Kapitalismus“ in inter- und transdiszplinärer Perspektive zu stärken.
Hierfür plant die Initiative unter anderem Kolloquien und Fachtagungen, den Aufbau einer Online-Plattform mit Hinweisen auf Publikationen und Analysen, Tagungen und Vorträge, praxisbezogene Materialien für die Bildungsarbeit, Werkstätten zum Austausch und zur Entwicklungsarbeit sowie bildungs- und medienpolitische Stellungnahmen.
Auf der Homepage der Initiative finden sich bereits weiterführende Informationen zu konkreten Themenfeldern, Zielen, Arbeitsformen und den Mitwirkenden sowie erste Veröffentlichungen der Initiative: die erste Fachinformation sowie ein Positionspapier, an dem einzelne Mitglieder der Initiative aktiv mitgewirkt haben, dass sich auf eine Stellungnahme der „Ständigen wissenschaftlichen Kommision der Kultusministerkonferenz (SWK)“ zur Weiterentwicklung der Strategie der Kultusministerkonferenz zum Thema „Bildung in der digitalen Welt“ bezieht.

Schwerpunkt der Initiative im Jahr 2022 ist eine bundesweite Fachtagung zum Thema „Bildung und digitaler Kapitalismus“, die am 20. und 21. Juni 2022 in Remscheid stattfinden wird. Veranstaltet wird diese von der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid in Zusammenarbeit mit der Initiative und von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) finanziell gefördert. Informationen zum Progamm der Tagung sowie Anmeldeoptionen finden sich auf der Tagungshomepage.

Unmittelbar im Anschluss an die Tagung findet am 21.06.2022 ein Treffen der Initiative „Bildung und digitaler Kapitalismus“ statt, zu der interessierte Personen, Einrichtungen und Organisationen herzlich eingeladen sind. Auf dem Treffen wird es vor allem um die Weiterarbeit der Initiative sowie um die Verabschiedung einer bildungspolitischen Stellungnahme gehen. Falls Sie an einer Teilnahme oder der Mitwirkung in der Initiative interessiert sind, wenden Sie sich bitte im Vorfeld der Tagung an die Ansprechpersonen der Initiative: Prof. Dr. Valentin Dander (FH Clara Hoffbauer, Potsdam; E-Mail: V.Dander@fhchp.de) und Prof. i.R. Dr. Niesyto (ehemals PH Ludwigsburg; E-Mail: niesyto@ph-ludwigsburg.de).

Verfasst von Annina Förschler.

Call For Papers: DGPuk Jahrestagung zur Verantwortung in der Massenkommunikation

Die nächste Jahrestagung, welche die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik der DGPuK gemeinsam mit dem Netzwerk Medienethik, dem zem::dg, der Akademie für politische Bildung Tutzing und dem IMEC (Interdisciplinary Media Ethiks Center) veranstalten wird, ist bereits in Planung. Die Tagung beschäftigt sich mit dem Thema „Digitalisierte Massenkommunikation und Verantwortung. Politik, Ökonomik und Ethik von Plattformen“ und wird von Donnerstag, den 16. Februar, bis Freitag, den 17. Februar 2023, hybrid ausgetragen werden.

Mit einem Call for Papers rufen die Organisator:innen zur Beteiligung auf.

In jüngster Zeit häuft sich die Kritik an großen Onlineplattformen: Filterblasen und Echokammern können dazu führen, dass Menschen nur noch bestimmte Informationen zugespielt bekommen und deshalb ein sehr einseitiges Bild von gesellschaftlichen Problemen entwickeln. Auch wird zunehmend klarer, dass die Mechanismen, die darüber entscheiden, welche Beiträge jemandem angezeigt werden, selbst schon einer bestimmten Logik dienen.

Dies lässt befürchten, dass Kommunikationsprozesse zu einem problematischen Maß durch Eigeninteressen der jeweiligen Gatekeeper:innen bestimmt werden. Zunehmend mehr Menschen fordern deshalb, dass Kommunikation auf Onlineplattformen stärker reguliert wird.

Die nächste Jahrestagung wird sich deshalb mit der Verantwortung digitaler Massenkommunikation beschäftigen. Ziel ist es, einen klareren Blick darauf zu entwickeln, was genau ethisch problematische Auswirkungen dieser Kommunikationsformen sind, herauszuarbeiten, wo Lösungen ansetzen können, und klar zu benennen, wo die Verantwortungen seitens der Plattformbetreiber:innen und Nutzer:innen liegt.

Konkrete Fragen sind dabei etwa:

  1. Wie kann eine Werteabwägung funktionieren und welche Werte sind zentral (Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit)?
  2. Können und sollen Plattformen reguliert werden und kommt dies von außen oder von der Plattform selbst?
  3. Wie können Anreize geschaffen werden, um Regulierungen umzusetzen?
  4. Was genau wären Anforderungen an eine Plattform, wie sähe etwa eine ideale Plattform aus?
  5. Welche Medienkompetenzen sind in diesem Zusammenhang bei Nutzer:innen nötig und wie werden diese erworben?

Bis zum 15.9.2022 können Beiträge an die dgpuk@fhstp.ac.at eingereicht werden. Die Extended Abstracts sollen dabei eine Zeichenzahl von 4.000 Zeichen (exklusive Literaturverzeichnis) nicht überschreiten. Dadurch, dass ein anonymisiertes Reviewverfahren geplant ist, sind alle autorenspezifischen Hinweise aus dem Text zu entfernen. Es ist auch die Einreichung eines Panels möglich. Bitte teilen Sie bei Ihrer Bewerbung auch mit, ob Sie planen, Ihren Vortrag in Präsenz zu halten.

Hier finden Sie den ausführlichen Call for Papers