Call for Papers zur 5. IMEC-Tagung an der TU Dortmund zur medialen Bildung

Um die massiven Informationsunterschiede einer vielerorts ahnungslosen Gesellschaft gegenüber hochtechnisierten Interessensgruppen in der digitalen Welt zu bekämpfen, hält das Interdisciplinary Media Ethics Centre (IMEC) an der TU Dortmund eine Tagung zum Thema „Medien – Demokratie – Bildung: Normative Vermittlungsprozesse und Diversität in mediatisierten Gesellschaften“ ab und bittet um Abstracts für Beiträge (in Kooperation mit der Forschungsstelle Jugend – Medien – Bildung).

Um aktiv und erfolgreich an digitaler Kommunikation teilnehmen zu können, bedarf es Kenntnisse und Fähigkeiten. In der gegenwärtigen, sich rasant entwickelnden, digitalen Gesellschaft, versagen aber alte Bildungsstrukturen. Vielen ist nicht klar, wie sie ihre eigenen Angebote durch ihr Verhalten beeinflussen und wann sie wirklich mit anderen Menschen im Dialog stehen. Es stellt eine notwendige Herausforderung der Gegenwart dar, dieses Bildungsdefizit aufzuholen, um demokratische Strukturen überhaupt möglich zu machen.

Die Tagung gliedert sich in drei Themenschwerpunkte, zu denen Beitragsvorschläge eingereicht werden können:

  1.  Information: Medien und Demokratie
  2.  Partizipation: Digitale Bildung auf allen Ebenen der Gesellschaft
  3.  Reflexion: Disruption und Konvergenz

Bitte reichen sie Beiträge bis zum 15. Juli 2020 an die imec@post.tu-dortmund.de ein. Die Vorschläge sollten den Umfang von 5.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten.

Hier finden Sie den Flyer mit allen Informationen: CFP_IMEC_2021.

Wandel in der Berichterstattung nötig? Studie zum Ansatz des “konstruktiven Journalismus”

Die Medienwelt ist groß und nicht immer leicht zu überblicken. Jede Stimme findet heute einen Hörer und die Zersplitterung der Medienlandschaft führt bei so manchem zu Verdruss. Skandale und Intrigen scheinen die Debatten zu vereinnahmen.

Eine neue Studie der Otto Brenner Stiftung “Nachrichten mit Perspektive: Lösungsorientierter und konstruktiver Journalismus in Deutschland” untersucht einen ungewöhnlichen Lösungsansatz für dieses Problem: Wie wäre es, wenn Journalismus von seiner rein beobachtenden Rolle ablässt? Kann es nicht hilfreich sein, wenn Journalisten klar und deutlich eigene Ideen einer Problemlösung vorstellen, anstatt diese nur subtil durch die Berichterstattung zu implizieren? “Der Grundgedanke des konstruktiven Journalismus ist eigentlich recht simpel: Neben Problemen sollen immer auch Lösungen mitgedacht werden, um ein vollständiges Abbild der Wirklichkeit zu vermitteln“, so Jupp Legrand, Geschäftsführer der Otto Brenner Stiftung. – So heißt es einleitend in der Studie:

Im harten Wettbewerb um die Aufmerksamkeit in der sich wandelnden Medienumgebung sind Alarmismus und Sensationsgier eine von den Medien häufig praktizierte Verantwortungslosigkeit. Gerade wenn Menschen eine noch nie dagewesene Bedrohung wie die Coronavirus-Pandemie erleben, tendiert das Mediensystem zu einer Hysterie der Gefahr, die auf der kollektiven Wahrnehmung von Extremen basiert. So zeigt sich wiederkehrend bei Krisen, Kriegen und Katastrophen eine oft unverhältnismäßige Panikmache, die es notwendig macht, die Systemrelevanz des Journalismus auf den Prüfstand zu stellen und seine Verantwortungslogik neu auszuhandeln.

Die Studie finden Sie hier.