Claudia Paganini neue Medienethikerin an der HfPh München

Claudia Paganini übernimmt ab Anfang April 2021 die Vertretung des Lehrstuhls Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München.

Die gebürtige Tirolerin hat Philosophie und Theologie an den Universitäten Wien und Innsbruck studiert und 2005 mit einer kulturphilosophischen Arbeit promoviert. Nach einigen Jahren der Tätigkeit im Journalismus und in der Öffentlichkeitsarbeit kehrte sie 2010 an die Universität Innsbruck zurück, um sich in ihrer 2018 mit dem Pater Johannes Schasching SJ-Preis ausgezeichneten Habilitationsschrift der Medienethik zu widmen (siehe hier). Neben diesem stärker normativ bzw. methodisch ausgerichteten Werk befasst sich Paganini besonders mit der Rezeption medialer Umbrüche, der Populärkultur, Computerspielen und den ethischen Herausforderungen der Mensch-Maschine-Interaktion.

Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München

Die Medienethik als philosophische Disziplin hat an der Hochschule für Philosophie in München eine jahrzehntelange Tradition. Prof. Dr. Rüdiger Funiok SJ, emeritiert 2010, etablierte das Fach ab den 1980er Jahren an der Jesuitenhochschule. 1997 begründete er als Koordinator das Netzwerk Medienethik. 2013 konnte ein Stiftungslehrstuhl für Medienethik an der Hochschule eingerichtet werden, den Prof. Dr. Alexander Filipović übernahm. Er führte das Netzwerk Medienethik weiter als Koordinator in bewährter Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik (zum Selbstverständnis des Netzwerks Medienethik hier).

Weiterführung des Netzwerks Medienethik

Als neue Medienethikerin an der Hochschule für Philosophie übernimmt nun Claudia Paganini die Koordinatorinnen-Rolle des Netzwerks Medienethik, und wird dabei weiter unterstützt von Rüdiger Funiok. Hilfestellung für den Übergang leistet weiterhin auch Alexander Filipović, der seit Februar 2021 die Professur für Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien übernommen hat.

Call for Papers: Tagung zum Thema “Eigentum, Medien und Öffentlichkeit”

Das Netzwerk Kritische Kommunikationswissenschaft hält vom 18.-20.11.2021 eine Tagung zum Thema “Eigentum, Medien und Öffentlichkeit” in Kooperation mit dem Institut für Heterodoxe Ökonomie der WU Wien ab. Hierfür sind Interessierte aufgerufen Beiträge einzureichen. Neben klassischen Texten sind ausdrücklich auch andere Formatvorschläge (wie etwa praktische oder aktivistische Beiträge) erwünscht.

Außerhalb der kritischen politischen Ökonomie werden kaum noch grundsätzliche Verteilungs- und Eigentumsdebatten geführt, so die Veranstalter. Vor dem Hintergrund der sozial-ökologischen Herausforderungen soll die Tagung dazu beitragen, unter dem Stichwort „Eigentumsvergessenheit“ derartige Diskurse auch in der medialen Debatte wieder fruchtbar zu machen.

Beiträge können bis zum 15. Juli 2021 an info@krikowi.net eingereicht werden.

Einen Flyer mit den Eckdaten finden sie hier: Flyer.

Eine ausführliche Beischreibung des Tagungsschwerpunkts finden sie hier: Tagung.