Call for Papers zu den Themen „Armut“ und „Zukunft der Medien & Plattformen“

Beitragsideen für die Ausgaben 2/2026 und 3/2026 der Communicatio Socialis gesucht

Die medienethische Zeitschrift Communicatio Socialis lädt Forscher:innen, Praktiker:innen und Autor:innen herzlich ein, ihre medienethischen Perspektiven, empirischen Befunde und theoretischen Überlegungen für die Ausgaben 2/2026 und 3/2026 einzureichen. Gesucht werden Beiträge, die aktuelle medienethische Fragestellungen vertiefen und die gesellschaftliche Diskussion um zentrale Themen unserer Zeit bereichern.


Heft 2/2026: Armut

Einreichfrist für Themenideen: 15. November 2025

Armut ist nicht nur eine soziale Realität, sondern auch ein mediales Konstrukt. Die geplante Ausgabe widmet sich den vielfältigen Dimensionen der Darstellung, Wahrnehmung und Aushandlung von Armut in und durch Medien.

Im Fokus stehen etwa Fragen nach der Repräsentation von Armutsbetroffenen, Klassismus und sozialer Ungleichheit sowie nach Bildungsarmut und Chancengerechtigkeit. Ebenso relevant sind Beiträge zur digitalen Teilhabe, zu Kinderarmut oder zu medialen Formaten, die Armut inszenieren – etwa Scripted Reality, Boulevardjournalismus oder Reality-TV. Auch Reflexionen über die prekären Arbeitsbedingungen vieler Medienschaffender und sozialethische Überlegungen zum „Wert der Armut“ sind willkommen.


Heft 3/2026: Zukunft der Medien & Plattformen

Einreichfrist für Themenideen: 1. Dezember 2025

Digitale Medien sind Spiegel der Gegenwart – und Projektionsflächen für unsere Vorstellungen von Zukunft. Dieses Heft befasst sich mit den ethischen Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Weiterentwicklung von Medien, Plattformen und kreativen Arbeitsformen ergeben.

Erwünscht sind Beiträge zur Zukunft des Journalismus und seiner Ausbildung, zu Fragen digitaler Kompetenz und Future Literacy sowie zu Utopien und Dystopien medialer Zukünfte. Auch Themen wie Freiheit und digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz im Journalismus, die Zukunft künstlerischer Arbeit, Plattformmacht oder Regulierungsbedarfe bieten spannende Anknüpfungspunkte. Welche Berufsbilder entstehen – und welche verschwinden? Und was bedeutet das für die Kommunikation der Zukunft?


Hinweise zur Einreichung

Die Redaktion der Communicatio Socialis freut sich auf Einreichungen. Nachfolgende Fristen sind hierfür angesetzt:

  • für Heft 2/2026 „Armut“ bis zum 15. November 2025

  • für Heft 3/2026 „Zukunft der Medien & Plattformen“ bis zum 1. Dezember 2025

Die Redaktionsschlüsse sind der 21. März 2026 (Heft 2) und der 18. Juli 2026 (Heft 3).

Auf Wunsch können Beiträge ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen.

Den Call for Papers, Kontaktmöglichkeiten sowie weitere Hintergründe zur Zeitschrift finden Sie auf der Internetseite der Communicatio Socialis: http://www.communicatio-socialis.de/blog/

„Meinungsmacher:innen & Meinungsmacht“ Thema der Communicatio Socialis Heft 3/2025

Macht, Meinung und Medienethik: Neue Ausgabe von Communicatio Socialis

Macht ist ein grundlegendes Prinzip des gesellschaftlichen Zusammenlebens – und eng verknüpft mit Meinungsmacht. Wer die öffentliche Meinung beeinflusst, gestaltet soziale Wirklichkeit mit. Unsere neue Ausgabe von Communicatio Socialis widmet sich unter dem Titel „Meinungsmacher:innen und Meinungsmacht“ zentralen Akteuren, Strukturen und Dynamiken im Meinungsbildungsprozess.

Fabian Prochazka eröffnet mit einer Analyse zur Verzerrung von Meinungsbildung durch algorithmische Prozesse. Paula Nitschke untersucht politische Content Creator:innen und entwickelt medienethische Einordnungen sowie regulatorische Vorschläge.

Gaby Falböck und Michael Litschka nehmen aktuelle Fragen des Jugendmedienschutzes in den Blick. Tanja Evers plädiert für die Einbindung medienethischer Kategorien in die Einstellungsforschung. Gerhard Tulodziecki analysiert Populismus als Strategie zur Erzeugung von Meinungsmacht.

Martina Thiele widmet sich dem Begriff und den Dynamiken von „Cancel Culture“ in der deutschen Politik. Janis Brinkmann untersucht auf Basis einer Inhaltsanalyse neuer YouTube-Formate Formen eines „Infopinion“-Journalismus.

Tanjev Schultz denkt die Kommentierungsform weiter in Richtung eines „Meta-Kommentars“. Klaus Beck erläutert den Begriff „öffentliche Meinung“ in medienethischer Perspektive, Max Tretter reflektiert über EU-Leitlinien gegen manipulative Monetarisierung in Games.

Weitere Beiträge stammen von Mika Dittler zum konstruktiven Klimajournalismus im Lokalen, Rebecca Breg zu digitalen Mediengewohnheiten in Eltern-Kind-Beziehungen sowie Noreen van Elk und Eva Puschautz zum Potenzial der Theologie in der Kinder-Wissenschaftskommunikation.

Mehr dazu lesen Sie hier. Das E-Paper ist ab sofort in der Nomos eLibrary und über die meisten Universitätsbibliotheken kostenlos verfügbar, die Printausgabe folgt in Kürze.