Das Feld der Medienethik ist weit und bietet
zahlreiche spannende Anschlussfragen. In einer Vortragsreihe, die die Volkshochschule München in Kooperation mit dem zem::dg entwickelt hat, werden aktuelle Fragen
vorgestellt und diskutiert. Die Vortragsreihe findet – sollte die aktuelle Situation es zulassen – in hybrider Form statt: In Präsenz in München und digital per Streamübertragung.
Mehr Informationen zu den drei geplanten Veranstaltungen finden Sie in nachfolgender Übersicht:
Gewalt in der Demokratie, Journalisten gelten als systemrelevant. Doch einiges hat sich verändert im digitalen Zeitalter. Neue mediale Akteure und gesellschaftlich-technische Entwicklungen untergraben die Autorität des professionellen Journalismus, Fake News und Relotius-Affäre fordern ihn heraus. Was bedeutet das Spiegel-Versprechen “Sagen, was ist” in der Praxis? Wie sieht Wahrheitsfindung im Journalismus aus? In der Corona-Krise wird deutlich, inwiefern er Bezüge zu einer geteilten Wirklichkeit herstellt.
Zusammenhang von Medien und Vernunft aus medienphilosophischer Sicht und lotet dessen Dimensionen aus. Schon seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass die Vernunft durch Verschwörungsmythen und -erzählungen jeglicher Art, die von Medien verbreitet werden, vehement herausgefordert wird. Das Auftreten des Coronavirus hat diese Tendenz noch verstärkt. Angesichts dieser Herausforderungen geht es um die Frage, welcher Stellenwert der Rationalität im medialen Zeitalter zugeschrieben werden kann und wie irrationalem Denken und den daraus folgenden Weltbildern begegnet werden kann.
Selbstausdruck via “Social Web” sich positiv oder negativ auf soziale Beziehungen oder die Beziehung des Selbst zu sich auswirken, ist bis heute eine offene Frage der Medienethik. Der Vortrag geht ihr mit Blick auf die andauernde Pandemie nach. Wie ändert sich die Bedeutung von Kommunikation und Selbstausdruck, wenn diese aus der Isolation heraus plötzlich ausschließlich digital stattfinden müssen? Welche Voraussetzungen für soziale und Selbst-Beziehungen außerhalb des digitalen Raums liegen vor? Insbesondere das philosophische Konzept des Dialogs kann neue Perspektiven auf die Zwiespältigkeit der digital-vernetzten Welt eröffnen.
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