Liesem, Köberer und Prinzing bilden neues Sprecherinnen-Team der Fachgruppe Medienethik

Die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik hat auf ihrer Jahrestagung Nina Köberer und Marlis Prinzing zu ihren neuen 2. Sprecherinnen gewählt. Zusammen mit Kerstin Liesem bilden sie nun das Sprecherinnen-Team. Köberer und Prinzing folgen als Tandem auf Ingrid Stapf, die sich nicht mehr zur Wahl stellte. Die Fachgruppe freut sich auf die Zusammenarbeit mit Nina Köberer und Marlis Prinzing und stellt diese hier vor:  

Dr. phil. Nina Köberer

Studium der Philosophie, Germanistik, Geographie und Erziehungswissenschaft (Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen) in Tübingen und Ludwigsburg, anschließend Magisterstudium in den Fächern Philosophie und Germanistik. Von 2009 bis 2012 Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg, Promotion im Fach Philosophie zum Thema „Trojanische Pferde – Advertorials in Jugendprintmedien als medienethisches Problem“. Seit 2009 diverse Lehraufträge zur Medienethik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und an externen Hochschulen. Seit 2011 Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Medienethik an der PH Ludwigsburg. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit von 2009 bis 2016 als Freelancer und strategische Beraterin in der Medienpraxis tätig. Von 2012 bis 2013 Projektleitung im Agenturbereich Bildungskommunikation beim Yaez Verlag in Stuttgart. Von 2013 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen im Arbeitsbereich Ethik und Kultur. Seit 2016 Referentin für Medienethik und Politische Bildung im Fachbereich Medienbildung am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) in Hildesheim.

Von 2012 bis 2016 Sprecherin der Nachwuchsgruppe Kommunikations- und Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und seit 2014 zweite Vorsitzende des Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS).

Forschungsschwerpunkte: Medienethik (Werbeethik, Journalistische Ethik, Digitale Ethik), Narrative Ethik, Medienbildung und Politische Bildung.

Kontakt:

Dr. Nina Köberer

Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)
Keßlerstraße 52
31134 Hildesheim

Tel: 05121- 1695-424

Email: koeberer@nlq.nibis.de

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Gemeinwohl und Medien – Neues Heft von Communicatio Socialis erschienen

Was ist „Gemeinwohl“? Und wie hängen Gemeinwohl, Medien und Kommunikation zusammen? Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. Eine Print-Ausgabe können Sie bestellen. Stefan Russ-Mohl schreibt über Journalismus und Gemeinwohl in der Desinformationsökonomie. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Medienethischer Schwerpunkt: Gemeinwohl und Medien

Mit dem Begriff Gemeinwohl greift der Schwerpunkt einen ethisch zentralen Begriff auf, der allerdings in kritischen Mediendiskursen kaum explizit thematisiert wird – vielleicht, weil die Sache recht schwer fassbar ist. Das Heft vereint – auf der grundsätzlichen Ebene – einen medienethischen Überblick zum Thema und Begriff Gemeinwohl von Alexander Filipovic mit einem Beitrag zur speziellen Verdichtung als Public Value im Kontext aktueller Debatten von Julia Serong. Isabel Bracker schreibt über Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship von Medienunternehmen. Abgerundet wird der Schwerpunkt mit programmatischen Aussagen von Programmverantwortlichen öffentlich-rechtlicher und privat-kommerzieller Sender sowie Aufsichtsgremien (mit dabei die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, ProSiebenSat.1, NDR Rundfunkrat, Rundfunks Berlin-Brandenburg). Klaus-Dieter Altmeppen ordnet diese Aussagen ein.

Medienethischer Forschungsbeitrag: Bildethik

Tom Knieper und Kollegen analysieren hier sorgfältig die Bildberichterstattung über Kriege, Katastrophen, Krisen. Die fokussieren dabei auf die Rezipientenseite. Gibt es, so fragen sie, Szenarien, bei denen Bildbetrachter_innen sich den Einsatz von schockierenden Bildern wünschen oder ihn zumindest tolerieren?

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft

In der Rubrik Kommunikation in Kirche und Gesellschaft identifiziert Wolfgang Beck die Medien als wichtige Lernfelder für die Verkündigungspraxis bis hin zum Predigtgeschehen.

Serie „Grundbegriffe der Medienethik“ und "zuRechtgerückt"

In der Serie „Grundbegriffe der Medienethik“ behandelt der 7. Teil das Stichwort „Wahrheit und Wahrhaftigkeit“ (Horst Pöttker). Einen Überblick über die Serie finden Sie unter grundbegriffe.communicatio-socialis.de. In einer neuen Serie mit Namen "zuRechtgerückt" widmet sich Ernst Fricke aus medienrechtlicher Perspektive dem „Pranger der Schande“.

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird im verzögerten Open Access publiziert: 36 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich. Eine Reihe von (Universitäts-) Bibliotheken haben Communication Socialis lizensiert und gewähren ihren Nutzer_innen Zugriff auf die aktuellen Inhalte (siehe diese Übersicht). Eine Reihe von Institutionen haben auch einen freien Zugriff auf die Inhalte durch größere Lizenzpakete.