Wissenschaftsnotizen: Medienethische Konferenzen und Calls (Nr. 1/2017)

Nach langer Pause einmal wieder eine Wissenschaftsnotiz. Wer mag, kann zu interessanten Tagungen nach Brüssel, Neustadt (Weinstraße), São Paulo oder Sydney reisen – zum Teil weise ich hier auf die Calls für die Tagungen hin. Themen sind: Maschinen- bzw. Algorithmenethik, Medienmanagement und Nachhaltigkeit, Medienrecht sowie Wahlkampfberichterstattung.

  • "#turnmeon: the role of humans in automated media systems" (SWARM symposium 2017), Call for Papers (Deadline 15. Mai 2017) zur Tagung am 31. August 2017 in Sidney (Australien). Stichworte: Ethik, Algorithmen, Kultur, Bots, Sprachverabeitung, Maschinen.
  • "Media Sustainability, Value Creation and Public Policies" (International Media Management Academic Association (IMMAA) Annual Conference 2017), Call for Papers (Deadline 31. Mai 2017) zur Tagung am 11./12. September 2017 in São Paulo (Brasilien). Stichworte: Journalismus, Medien, Werte, Nachhaltigkeit, Medienpolitik, Soziale Verantwortung, Medienunternehmen.
  • "Annual Conference on European Media Law 2017", Tagung am 8./9. Juni 2017 in Brüssel, veranstaltet vom Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) gemeinsam mit der Europäischen Rechtsakademie Trier (ERA). U.a. mit Jörgen Gren und Lorna Woods. Stichworte: Europa, Medienrecht, Medienpolitik, Medienfreiheit, Rundfunk, Journalismus.
  • "Medien in der Glaubwürdigkeitskrise – Was heißt gute Wahlkampfberichterstattung?" (2. Südwestdeutschen Medientage), Tagung am 8.-9. Juni 2017 im Hambacher Schloss bzw. in Neustadt a.d. Weinstraße, veranstaltet von der Evangelischen Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit der SWR 2 Kultur, SR 2 und der Universität Koblenz Landau. U.a. mit Ulrich Sarcinelli, Thomas Leif, Gerhard Vowe und Christian Schicha. Stichworte: Wahlkampf, Berichterstattung, Glaubwürdigkeit, Meinungsbildung, Ethik, Qualität.

Tagung „Die hysterische Mediengesellschaft“

Journalisten, die früheren 'Schleusenwärter des Nachrichtenstroms', haben das Monopol für die Herstellung von Öffentlichkeit verloren: Jede und jeder kann sich am öffentlichen Diskurs beteiligen und wir alle bestimmen mit, was an die Oberfläche gespült wird. Die Folgen dieses Phänomens für Politik und Demokratie betrachtet eine Tagung unter dem Titel "Die hysterische Mediengesellschaft. Echtzeit-Kommunikation im digitalen Zeitalter (13.05.2017, Bayreuth). Die Themen im einzelnen sind:

  • Wird unsere Gesellschaft immer hysterischer? (Daniel Salber, Medienpsychologe)
  • Das Phänomen Amoklauf und die Rolle der Medien (Viktoria Roth, Gewaltforscherin)
  • Probleme der digitalen Echtzeitkommunikation in Krisensituationen (Susi Wimmer, Polizeireporterin SZ; Anja Miller, Journalistin BR; Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Münchner Polizei)
  • Brauchen wir eine Algorithmen-Ethik? Echtzeit-Ethik als Antwort auf Echtzeitkommunikation (Christopher Koska, Lehrstuhl für Medienethik)

Die Tagung wird veranstaltet von der Akademie für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Medienkompetenz (EAM) im Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF), Landesverband Bayern e.V.. Weitere Informationen hier.