„Meinungsmacher:innen & Meinungsmacht“ Thema der Communicatio Socialis Heft 3/2025

Macht, Meinung und Medienethik: Neue Ausgabe von Communicatio Socialis

Macht ist ein grundlegendes Prinzip des gesellschaftlichen Zusammenlebens – und eng verknüpft mit Meinungsmacht. Wer die öffentliche Meinung beeinflusst, gestaltet soziale Wirklichkeit mit. Unsere neue Ausgabe von Communicatio Socialis widmet sich unter dem Titel „Meinungsmacher:innen und Meinungsmacht“ zentralen Akteuren, Strukturen und Dynamiken im Meinungsbildungsprozess.

Fabian Prochazka eröffnet mit einer Analyse zur Verzerrung von Meinungsbildung durch algorithmische Prozesse. Paula Nitschke untersucht politische Content Creator:innen und entwickelt medienethische Einordnungen sowie regulatorische Vorschläge.

Gaby Falböck und Michael Litschka nehmen aktuelle Fragen des Jugendmedienschutzes in den Blick. Tanja Evers plädiert für die Einbindung medienethischer Kategorien in die Einstellungsforschung. Gerhard Tulodziecki analysiert Populismus als Strategie zur Erzeugung von Meinungsmacht.

Martina Thiele widmet sich dem Begriff und den Dynamiken von „Cancel Culture“ in der deutschen Politik. Janis Brinkmann untersucht auf Basis einer Inhaltsanalyse neuer YouTube-Formate Formen eines „Infopinion“-Journalismus.

Tanjev Schultz denkt die Kommentierungsform weiter in Richtung eines „Meta-Kommentars“. Klaus Beck erläutert den Begriff „öffentliche Meinung“ in medienethischer Perspektive, Max Tretter reflektiert über EU-Leitlinien gegen manipulative Monetarisierung in Games.

Weitere Beiträge stammen von Mika Dittler zum konstruktiven Klimajournalismus im Lokalen, Rebecca Breg zu digitalen Mediengewohnheiten in Eltern-Kind-Beziehungen sowie Noreen van Elk und Eva Puschautz zum Potenzial der Theologie in der Kinder-Wissenschaftskommunikation.

Mehr dazu lesen Sie hier. Das E-Paper ist ab sofort in der Nomos eLibrary und über die meisten Universitätsbibliotheken kostenlos verfügbar, die Printausgabe folgt in Kürze.

Call for Submissions: Antifaschistische Medien- und Kommunikationswissenschaft

Call for Papers: Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft (KriKoWi)
16.–18. April 2026 | Rosensäle der Universität Jena

Das Netzwerk KriKoWi lädt zur Frühjahrstagung 2026 nach Jena ein. Willkommen sind Beiträge in verschiedenen Formaten, die sich kritisch mit kommunikationswissenschaftlichen Themen auseinandersetzen.

Mögliche Formate:

  • Tagungsvortrag (20 Min.)
    Extended Abstract (4.000–6.000 Zeichen + ggf. Abbildungen/Tabellen)
  • Panel (90 Min., 2–3 Vorträge)
    Panelbeschreibung (2.000–4.000 Zeichen) + pro Vortrag ein Extended Abstract (4.000–6.000 Zeichen)
  • Work in Progress (10 Min. Input + Diskussion)
    Beschreibung mit Thema, Relevanz, Forschungsstand, Vorarbeiten, Diskussionsbedarf (4.000–6.000 Zeichen)
  • Offenes Format (z. B. Fishbowl, Workshop, 90–120 Min.)
    Vorschlag mit Thema, Relevanz, Methode, Beteiligte und Rollen (2.000–6.000 Zeichen)

Hinweise zur Einreichung:

  • Frist: 5. Januar 2026
  • Format: PDF per Mail an info@krikowi.net
  • Zeichenzahl bitte angeben
  • Abstracts sollen Thema, Relevanz und Originalität verdeutlichen
  • Bei empirischen Studien: Bitte Datenlage und Forschungsstand angeben
  • Open Peer Review: Mit Einreichung erfolgt automatische Aufnahme in den Reviewer*innen-Pool
  • Eingereichte Beiträge dürfen noch nicht veröffentlicht sein
  • Eine Publikation der Beiträge (Special Issue oder Tagungsband) ist geplant

Weitere Infos zur Tagung, Unterkunft und Ablauf folgen auf: www.krikowi.net