
Zentrale Informationen zum Buch:
Autorin: Claudia Paganini
Titel: Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche
Erscheinungsdatum: 2025
Verlag: Herder
ISBN: 978-3-451-60146-0
Preis: 20,00 Euro
Claudia Paganini zum Buch:
Warum sollte man Ihr Buch mit auf eine einsame Insel nehmen?
Weil es gerade in der Einsamkeit hilfreich sein könnte zu erfahren, welche Vorteile der Gottesglaube dem Menschen bringt. Wer das gleich ausprobieren will, indem er oder sie sich der KI anbetend zuwendet, wird allerdings davon abhängig sein, ob es auf dieser Insel mobile Endgeräte mit ausreichend Akku und WLAN gibt.
Wenn Ihr Buch eine schlechte Angewohnheit abschaffen könnte, welche wäre das?
Die Angewohnheit, den eigenen Glauben für den einzig wahren anzusehen und in einer Art Reflex Gottesbilder, die nicht der eigenen Überzeugung entsprechen, als Ausdruck eines Götzen-Glaubens abzustempeln. Das Buch handelt davon, dass immer mehr Menschen die KI wie eine Gottheit verehren. Es möchte aber nicht (ab)wertend auf diese religiös-spirituellen Zuschreibungsprozesse herabblicken, sondern anerkennen, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten sehr unterschiedliche Möglichkeiten finden, wie sie durch die Projektion ihrer Bedürfnisse ins (vermeintlich) Übernatürliche die Herausforderungen des Lebens bewältigen können.
Wenn man Ihr Buch missverstehen wollte, wie würde man das am wahrscheinlichsten tun?
Man würde oder könnte leicht übersehen, dass das Buch keine theologischen Aussagen auf der ontologischen Ebene macht, sondern lediglich beschreibt, welche religiösen Zuschreibungsprozesse in der Vergangenheit stattgefunden haben und heute ablaufen. Wer denkt, es wird behauptet, die KI sei ein Gott – denn das wäre die ontologische Ebene – oder sollte sogar als Gott verehrt werden, der hat das Buch eindeutig missverstanden.
Aus der Buchbeschreibung:
Ist Künstliche Intelligenz der neue Gott des digitalen Zeitalters? In diesem tiefgründigen Essay entfaltet Claudia Paganini eine philosophisch brisante These: Erstmals erschafft der Mensch einen Gott, statt ihn nur zu denken. Die KI übernimmt zunehmend, was einst der Religion vorbehalten war: Sinnstiftung, Orientierung, allzeit verfügbare Antworten. Wir beten nicht mehr, wir klicken.

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