„Zukunft der Medien & Plattformen“ Thema der Communicatio Socialis Heft 3/2026

Die kürzlich erschienene Ausgabe von „Communicatio Socialis“ widmet sich der Zukunft der Medien und Plattformen. Die rasant fortschreitende Plattformisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) fordern die Medienlandschaft sowie die demokratische Öffentlichkeit heraus. Zwischen düsteren Prognosen von KI-Entwickler:innen und dem von Eleanor Roosevelt inspirierten Aufruf, mutig und groß zu träumen, wagt das Heft einen wissenschaftlich fundierten Blick auf diese Entwicklungen.

Pascal Schneiders eröffnet den Schwerpunkt mit einem theoretischen Beitrag zur Plattformisierung des Nachrichtenökosystems und deren Gefahren für die demokratische Öffentlichkeit (kostenfrei bei Inlibra abrufbar). Megan Hanisch, Nicolas Even und Marc-Christian Ollrog untersuchen empirisch, wie Plattformisierung, Digitalisierung und KI die journalistischen Arbeitsweisen in Deutschland verändern und zu Anpassungsprozessen führen. Lukas Kick beleuchtet aus medienethischer Perspektive die Folgen von KI für die journalistische Authentizität und Qualität.

Patrick Rupert-Kruse entwickelt das Konzept einer Avatar-AisthEthik zur Übersetzung des Leibkörpers in einen Datenkörper in immersiven Systemen. Jeffrey Wimmer analysiert am Beispiel der Plattform Mastodon die Potenziale zur Reduzierung von Konfliktdynamiken sowie das Risiko einer Kommunikationsfragmentierung. Ein Interview von Korbinian Klinghardt mit Vanessa Wormer (Leiterin des SWR X Lab) gibt Einblicke in Innovationsprozesse bei den öffentlich-rechtlichen Medien. Alexander von Streit schließt den Schwerpunkt mit einer Innenansicht zum Projekt „Media Rewilding“ ab, das auf analoge Dialoge und Live-Events setzt, um die Bindung zum Publikum zu stärken.

Auch jenseits des Schwerpunkts bietet das Heft vielfältige Perspektiven: Franzisca Weder widmet sich dem Grundbegriff „Nachhaltigkeit“, während Julia Stüwe und Juliane Wegner die medienethische Verantwortung von Lokaljournalismus und Social Media bei Gewaltfällen gegen Kinder diskutieren. Tom Zinram untersucht Medien als Räume sozialer Teilhabe für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Max Tretter und Yannick Schlote systematisieren christliche KI-Kurzvideos, und Ilona Nord sowie Kerstin Radde-Antweiler bieten einen interdisziplinären Überblick über Forschungsdiskurse zu Agency, Religion und Digitalisierung.

Das E-Paper ist ab sofort bei Inlibra online und demnächst auch gedruckt verfügbar: https://doi.org/10.5771/0010-3497-2026-3 

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