Was an Ihrem Thema wird meist zu simpel dargestellt?
(Kommunikations-)Ethik wird häufig mit Bevormundung in Verbindung gebracht. Dabei geht es primär um normative Kriterien auf der Basis von guten Argumenten und Begründungen.
Welche Illusion wird durch die Lektüre Ihres Buchs zerstört?
Dass es reicht, nur die Basis von guten Argumenten und Begründungen zugrunde zu legen und die Machtfragen in der Praxis zu vernachlässigen.
Wenn Ihr Buch einen Soundtrack hätte: Wäre das eine Klaviermusik, ein Alarm, ein Kirchenchor oder etwas ganz Anderes?
Es wäre schön, wenn es sich um ein Musikstück handelt, dass eine angenehme Melodie hat, aber nicht unterkomplex ist und zum Nachdenken anregt.
„Insgesamt kommt es darauf an, Kommunikationsräume zu schaffen, die eine angstfreie und respektvolle Form der Austragung von Konflikten und Kontroversen ermöglichen. Dass Machtverhältnisse, die sich gegen eine offene Debattenkultur richten dazu beitragen, dies zu verhindern, darf nicht übersehen werden. Insofern ist es zentral, eine sensible und und emphatische Diskussionskultur zu fördern, die sich gegen Propaganda, Populismus, Lügen und Ausgrenzung richtet.“
Das Netzwerk Medienethik ist eine Initiative von Einzelpersonen und Institutionen, die seit 1997 den medienkritischen Diskurs bündelt und vorantreibt.
Als offene Vernetzungs-Plattform und als freie Arbeitsgemeinschaft widmet sich das Netzwerk Medienethik der gesellschaftlich wichtigen Aufgabe, ethische Orientierung im Kommunikations- und Medienkontext zu liefern. Die Engagierten im Netzwerk sind in Wissenschaft und Medienpraxis beheimatet und beschäftigen sich mit Fragen der Ethik und Qualität in Medien und öffentlicher Kommunikation.
Durch die Vernetzung von Expertise aus Wissenschaft und Praxis und durch die Mitgestaltung der öffentlichen medienkritischen Debatte über die Qualität von Journalismus, Unterhaltung, öffentlicher Kommunikation und Medienbildung leistet das Netzwerk Medienethik einen wertvollen Beitrag für eine freie und demokratische Gesellschaft.