Archive for the 'Medienpolitik' Category

Forschungsprojekt zur Europäischen Medienpolitik gestartet

Das EU-geförderte Forschungsprojekt „Europäische Medienpolitik neu betrachtet: Vom Wert freier und unabhängiger Medien in der modernen Demokratie (MEDIADEM)“ ist jüngst gestartet.

MEDIADEM ist ein Projekt, das in 14 Staaten von einem Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen durchgeführt wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse der Faktoren, die die Entwicklung freier und unabhängiger Medien fördern bzw. behindern. Länderstudien werden mit einer vergleichenden Analyse der unterschiedlichen Mediensektoren und Mediendienste kombiniert. Medienpolitische Entscheidungsprozesse werden in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontext erklärt. Die Chancen und Herausforderungen, die neue Medienangebote für die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien haben können, werden ebenso einbezogen. Externe Einflüsse auf die nationalen Bestimmungen durch die Europäische Union oder den Europarat werden detailliert untersucht.

Die wichtigsten Ziele dieses Forschungsprojektes sind:

  • Es soll versucht werden, den Begriff der Medien in der heutigen komplexen Medienlandschaft genauer zu definieren. Ferner sollen die Eigenschaften der Freiheit und Unabhängigkeit der Medien näher bestimmt und deren Bedeutung für die Demokratie herausgearbeitet werden.
  • Es soll erforscht werden, wie Medienregulierungen entwickelt und umgesetzt werden und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
  • Es sollen Regelungsmodelle benannt werden, die freie und unabhängige Medien fördern.
  • Es soll mit den relevanten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren ein Austausch etabliert werden, um über die politischen und rechtlichen Antworten nachzudenken, die für die Realisierung freier und unabhängiger Medien erforderlich sind.

Das Projekt wird von der griechischen Forschungseinrichtung „Hellenic Foundation for European and Foreign Policy (www.eliamep.gr) koordiniert. Es wird aus Mitteln des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union finanziert und dauert drei Jahre. Es startete offiziell am 1. April 2010.

Weitere Informationen über das Projekt können Sie der Projekthomepage (www.mediadem.eliamep.gr) entnehmen.

Kontakt:
Sebastian Müller
Universität Bielefeld
Lehrstuhl Prof. Dr. Christoph Gusy
EU-Projekt Mediadem
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
Tel: 0521-106-4397
WWW: http://www.jura.uni-bielefeld.de/Lehrstuehle/Gusy/Institute_Projekte/index.html

Konferenz: Medien – Ethik – Gewalt, Wien, 17.-19.05.2010

Vom 17.-19.05.2010 findet die Konferenz “Medien – Ethik – Gewalt” an der TU Wien statt. Die Konferenz wird veranstaltet von der Hochschule der Medien Stuttgart, der Europäische Akademie für Lebensforschung, Integration und Zivilgesellschaft (Krems/Donau), der Technische Universität Wien und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Wien). Als Referenten konnten u. a. gewonnen werden: Michael Kunczik, Rainer Leschke, Peter Imbusch, Jörg Buttgereit, Kurt Röttgers und Rainer Winter. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Jahrestagung Netzwerk Medienethik 2010 zur Ethik der Kommunikationsberufe

Programm 2010 bildswHerzliche Einladung zu unserer Jahrestagung 2010 zum Thema “Ethik der Kommunikationsberufe: Journalismus, PR und Werbung” von Do. 18. bis Fr. 19. Februar 2010 in München.

Die Tagung verfolgt den Anspruch, ethische und normative Dimensionen für Kommunikationsberufe aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (Kommunikations- und Medienwissenschaft, Journalistik, Philosophie, Rechtswissenschaft, Informatik etc.) und aus problemorientierten Praxisberichten zu beleuchten.

thomass3swDie zwei (halben) Konferenztage beginnen jeweils mit einem grundsätzlichen Vortrag: Am Donnerstag bilanziert Barbara Thomaß die Ethik der Kommunikationsberufe und benennt die kommenden Herausforderungen. Am Freitag geht es im Hauptvortrag um das Selbstverständnis und die Selbstkontrolle in den verschiedenen Kommunikationsberufen. benteleGünter Bentele trägt dazu vor unter dem Thema: “Lügen, Fakes und Bullshit? Reflexionen zum Realitätsbezug in den Codizes von Kommunikationsberufen und zu deren organisatorischen und sozialen Funktionen”.

Den beiden Vorträgen folgen jeweils Referate im Plenum (Donnerstag zur journalistischen Ethik und Freitag zur Ethik der Werbung) und danach Paperpräsentationen und Diskussionen in kleineren Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Nähere Information entnehmen Sie bitte dem Programm (aktualisiert am 20.01.2010).

Die Jahrestagung des Netzwerks Medienethik 2010 ist zugleich die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik.

Das Programm und das Anmeldeformular finden Sie auf der Tagungs-Website. Der Sprecher des Netzwerkes Medienethik und die Sprecher der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik freuen sich sehr auf Ihre Teilnahme.

Kontakt
Sprecher des Netzwerkes Medienethik und Gastgeber der Jahrestagung
Prof. Dr. Rüdiger Funiok SJ
Hochschule für Philosophie – IKE
Kaulbachstr. 31a, 80539 München

Sprecher der DGPuK-FG »Kommunikations- und Medienethik«
Prof. Dr. Christian Schicha
Mediadesign Hochschule
Fachbereich Medienmanagement
Werdener Str. 4, 40227 Düsseldorf

Dr. Alexander Filipović
Institut für Christliche Sozialwissenschaften
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Hüfferstr. 27, 48149 Münster

ZukunftsWeb.at: Webinar-Reihe startet am 26.11.09

Am Donnerstag, 26.11.2009, findet das erste Webinar der Veranstaltungsreihe “ZukunftsWeb” statt. ZukunftsWeb ist eine offene und kostenfreie Veranstaltungsreihe, deren erste Sitzung sich dem Thema “Zwischen technologischer Machbarkeit und sozialer Verantwortung” widmet. Weitere Informationen – auch zu den folgenden Veranstaltung der Reihe – findet man unter www.zukunftsweb.at.

Konferenz, Workshop, Vorträge zum Thema “Überwachung” in HH

Am 9. und 10. Oktober 2009 findet in Hamburg die Tagung Kultur – Technik – Überwachung erfolgen.

Bereits am 7.10.2009 beginnt ein internationaler Workshop der COST Action IS0807: Living in Surveillance Societies (LiSS) . Die beiden Veranstaltungen schließen direkt an einander an und kosten jeweils 20 Euro.

Im Rahmen des Workshops werden zudem zwei öffentliche Vorträge geboten:

Am 7.10.2009 spricht Dr. Kirstie Ball (Open University Business School, Milton Keynes) zum Thema “Is everything surveillance?” und am 8.10.2009 Prof. em. Dr. Elia Zureik (Queens University Kingston/Ontario, Kanada) zum Thema “Colonialism and Surveillance – The Case of West Bank and Gaza”. Die beiden Vorträge beginnen jeweils um 18:00 Uhr und finden im Gebäude ESA West (Raum 221) statt.

Studie zur Zukunft der Zeitung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (Stabsabteilung Medienpolitik) hat eine neue Studie von Stephan Weichert und Leif Kramp “Das Verschwinden der Zeitung? Internationale Trends und medienpolitische Problemfelder” vorgelegt. Die Studie bekommens Sie hier.

[via "GKP-Mailingliste für Mitglieder"]

Privacy und Datenschutz: “Schäubles Wörterbuch”

Bei Forum Sozialethik wird auf  “Des Schäubles kleines Wörterbuch” hingewiesen. Mit diesem Angebot der Wochenzeitung DIE ZEIT soll die Debatte um die neuen Sicherheitsgesetze kritisch begleitet werden.

Auch für medien- und informationsethische Problemstellungen ist die Analyse des aktuellen “Neusprech” ganz interessant. Vorratsdatenspeicherung sollten z. B. besser “Datenhamsterung, Datenhortung oder Datenscheffelung heißen” (Quelle). Ergänzungen aus dem Leserkreis sind übrigens möglich.

Online-Studie: Explorative Values and Rights Survey

Die Internet Rights & Principles Coalition hat eine erste, explorative Befragung zum Thema Value und Rights gestartet, welche als Grundlage für weitere Arbeiten dienen soll.

Charta des digitalen Datenschutzes und der Informationsfreiheit

Aus Anlass des Dritten Nationalen IT-Gipfels wurde von Peter Schaar eine “Charta des digitalen Datenschutzes und der Informationsfreiheit” vorgeschlagen und zur Diskussion eingeladen. Den Text des Entwurfs finden Sie hier, die Einladung zur Diskussion (inkl. E-Mail-Adresse für Kommentare) findet sich hier.

Call for Papers zur Tagung “Europäische Öffentlichkeit und journalistische Verantwortung”

Im Februar 2009 treffen sich in Wien Experten zu einer Tagung zum Thema “Europäische Öffentlichkeit und journalistische Verantwortung”. Die Tagung wird organisiert vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien in Kooperation mit

  • Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
  • Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle (FPS)
  • Presseclub Concordia
  • Stadt Wien

Der Call for Papers lädt ein, auch medienethisch relevante Themen einzubringen. Die Veranstalter freuen sich über Rückmeldungen. Für weitere Informationen: Call for Papers in deutscher und in englischer Sprache.

[via Email von Christian Schwarzenegger]

Zwei Konferenzen zum Thema “Computerspiele”

Die Philosophy of Computer Games Conference 2008 bietet eine Sektion “Ethics / Politics”. Die Konferenz findet vom 8. bis 10. Mai 2008 in Potsdam statt. Der “Call for Papers” endet am 15.02.2008. Mehr Informationen gibt es auf www.gamephilosophy.org.

Vom 05. bis 07. März 2008 wird außerdem “Clash of Realities – 2nd International Computer Game Conference Cologne” in Köln statt finden. Weitere Informationen zu der sehr prominent besetzten Veranstaltung findet man auf www.fh-koeln.de/clash-of-realities.

Neues Buch zur Medienethik

Cover Medienethik FuniokRüdiger Funiok hat ein neues Buch zur Medienethik publiziert. Es ist vornehmlich als Einführung für Studierende der Kommunikationswissenschaft und der Philosophie gedacht. Zum Inhalt:

“An normativen Erwartungen den Medien gegenüber fehlt es nicht. Doch wie lassen sie sich wissenschaftlich begründen? Als Kooperationsfeld von Medienwissenschaft und philosophischer Ethik hat Medienethik Argumentationsweisen aus beiden Wissenschaften aufzugreifen. Dabei erweist sich der Verantwortungsbegriff als besonders geeigneter Schlüssel zum Benennen von Akteuren, Normen und Umsetzungen. Was bedeutet das für Medienordnung und Medienpolitik, für das Handeln von Medienunternehmen, was für die Arbeit der Journalisten und anderer Medienschaffender? Welche Mitverantwortung tragen die Rezipienten und schließlich: Wie lässt sich Medienethik unterrichten? Im Stil eines Lehrbuchs werden alle wichtigen Autoren und Initiativen dargestellt, die die deutschsprachige Medienethik in den letzten 25 Jahren aufbauen halfen.”

Am 18.10.2007 wird das Buch in München in der Veranstaltung „Medienethik – Verantwortung in der Mediengesellschaft. Statements aus Anlass einer Neuerscheinung” vorgestellt. Dabei sprechen Prof. Dr. Horst Pöttker, Dortmund, zur Frage “Warum der Journalismus Ethik braucht” und Prof. em. Dr. Manfred Rühl, Nürnberg, “Zum Theoriestatus der Medienethik innerhalb der Kommunikationswissenschaft”.

Literaturangabe: Funiok, Rüdiger (2007): Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer (KON-TEXTE, 8).

Weitere Informationen beim Verlag.

Mehr Vertrauen in Inhalte – Europäische Expertenkonferenz zur Medienethik

Im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 veranstaltet der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission eine Expertenkonferenz zur europäischen Medienpolitik. Thema: „Mehr Vertrauen in Inhalte – Das Potential von Ko- und Selbstregulierung in den digitalen Medien“.

Weiter Informationen auf leipzig-eu2007.de.

(via EMail von Christian Schicha)