Archive for the 'Informations- und Internetethik' Category

Internet & Gesellschaft Collaboratory: Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft

Das von Google initiierte und unterstützte Collaboratory hat seinen ersten Jahresbericht zum Thema “Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft” veröffentlicht. Den gibt es als kostenloses PDF und ist natürlich auch bei docs.google.de einsehbar. Da in dem Bericht auch sehr prinzipiell Themen wie “Medienkompetenz” und “Digital Divide” angesprochen werden, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen.

Neue Ausgabe: IRIE – ICT & the City

Die neue Ausgabe des International Review of Information Ethics widmet einen Schwerpunkt dem Thema ICT & the City. Der Schwerpunkt wurde von Michael Nagenborg, Anders Albrechtslund, Martin Klamt und David Murakami Wood als “Guest Editors” betreut.

Konferenz: Teaching Information Ethics in Africa, Botswana, 06.-07.09.2010

Im September 2010 findet an der University of Botswana aufzunehmen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Commons, Users, Service Providers – Internet (Self-)Regulation and Copyright

Vom 17.-18. März 2010 befassen sich Wissenschaftler und Wissenschaflterinnen aus dem In- und Ausland mit dem Thema Selbstregulierung im Internet. Der Kongress findet im Leibnizhaus an der  Leibniz Universität Hannover statt und wird vom dortigen  Institut für Rechtsinformatik in Kooperation mit der  Universität Göttingen und dem Karlsruher Institut für Technologie ausgerichtet.

Die Konferenz beleuchtet drei unterschiedliche Regulierungsansätze im Bereich des Urheberrechts: Die Selbstregulierung von Open-Source- und Open-Access-Gemeinschaften, die Haftungsprivilegierung von Zugangsdiensteanbietern sowie die strikte Anwendung der Schrankenregelungen im Urheberrecht.

Konferenzsprache ist Englisch. | Eine Anmeldung ist unter email hidden; JavaScript is required erforderlich.

Weitere Informationen zur Tagung finden sich auf der Veranstaltungswebseite.

Stelle: Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (TV-L 13 / 50%), 1 Jahr

Das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen sucht – vorbehaltlich der endgültigen Finanzierungszusage – zum 1. Mai 2010 für zunächst ein Jahr eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (TV-L 13 / 50%) für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „MuViT – Mustererkennung und Video Tracking: sozialpsychologische, soziologische, ethische und rechtswissenschaftliche Analysen – Teilprojekt Ethik (MuViT-E)“. Die Stellenausschreibung finden Sie auf der Homepage des IZEW als PDF.

CfP: Teaching Information Ethics

Bis zum 15.06.2010 können Vorschläge für Beiträge zur Schwerpunkt-Ausgabe “Teaching Information Ethics” des International Review of Information Ethics eingereicht werden. Auf der Homepage des Journals findet sich der “Call for Papers” als PDF.

CfP: Netz.Ökologien: Zur Ethik des Abfalls im Zeitalter digitaler Medialisierung

Am 2. und 3. Juli 2010 findet das Symposium Netz.Ökologien an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (Saarbrücken) statt. Die Veranstaltung ist zugleich das diesjährige deutschsprachige Symposium des ICIE. Bis zum 30.04.2010 werden noch Beiträge zum Symposium oder zur geplanten Publikation in Anschluss an die Tagung gesucht. Den “Call for Papers” finden Sie hier.

Zur Ethik von Sicherheitstechnologien

Aufnahmen eines Teraherzscanners

Aufnahmen eines Teraherzscanners

Das Tübinger Zentrum für Ethik in den Wissenschaften reflektiert und bewertet in einem Forschungsprojekt die sogenannten Körperscanner. Einen interessanten Einblick in die Arbeit der Informationethiker bietet ein Beitrag des Deutschlandfunks unter dem Titel: “Totaler Schutz durch totale Kontrolle? Tübinger Wissenschaftler untersuchen die Ethik von Sicherheitstechnologien”. Zu Wort kommen unter anderem die Theologin Regina Ammicht Quinn und der Medienethiker und Philosoph Michael Nagenborg. Mehr Informationen hier.

Bildquelle: Wikipedia Commons.

Neuer Ethik-Kodex für Multimediajournalismus

Journalismus im Internet ist mit zahlreichen berufsethischen Herausforderungen verbunden, die von den herkömmlichen Regelwerken für journalistisches Arbeiten meist nur unzureichend thematisiert werden. Dies zeigt ein vergleichender Blick in die Ethik-Kodizes journalistischer Selbstkontroll-Organe in Europa: Kaum eine Institution ist auf die Besonderheiten der Internet-Kommunikation angemessen vorbereitet.

Dieses Problem will nun ein neuer Ethik-Kodex beheben, der speziell auf die Bedingungen des Multimediajournalismus zugeschnitten ist. Als Weiterentwicklung der geltenden Journalismus-Kodizes in Deutschland, Österreich und der Schweiz führt er zentrale professionelle Regeln für den journalistischen Alltag zusammen und passt diese an den Publikationsraum Internet an. Der Kodex gliedert sich in die Unterpunkte

  • Sorgfaltspflicht
  • Recherche
  • Umsetzung
  • Werbung
  • Erfolgs- und Qualitätskontrolle sowie
  • Community.

Vergleichsweise ausführlich wird dabei u.a. der Umgang mit Blogs, sozialen Netzwerken und User Generated Content diskutiert.

Der Kodex ist aus einem Seminar an der Hamburger Akademie für Publizistik hervorgegangen. Weitere Hintergrundinformationen finden sich unter http://multimediaethik.wordpress.com/.

Publikation zur Medienethik im Web 2.0

zfkm web2.0 coverJetzt erschienen: Die Beiträge der gemeinsamen Jahrestagung 2009 zum Thema “Web 2.0. Neue Kommunikations- und Interaktionsformen als Herausforderung der Medienethik” sind in der “Zeitschrift für Kommunikationsökologie und Medienethik” (zfkm) dokumentiert.

Die Zeitschrift, Ausgabe 2/2009, 11. Jahrgang, ISSN: 1861-2687, können Sie zum Preis von 6,50 Euro beziehen von: Prof. Dr. Christian Schicha, E-Mail: schicha@t-online.

Inhalt:

  • Petra Grimm: Gewalt im Web 2.0 – ein Anknüpfungspunkt für medienethische Reflexionsprozesse bei Jugendlichen?
  • Bernhard Debatin: The Routinization of Social Network Media. A Qualitative Study on Privacy Attitudes and Usage Routines among Facebook Users
  • Kerstin Blumberg, Wiebke Möhring & Beate Schneider: Risiko und Nutzen der Informationspreisgabe in Sozialen Netzwerken
  • Tobias Eberwein & Horst Pöttker: Journalistische Recherche im Social Web: Neue Potenziale, neue Probleme?
  • Sabine Trepte & Leonard Reinecke: Sozialisation im Social Web: Eine Forschungsagenda zu den Wirkungen des Web 2.0
  • Jan-Hinrik Schmidt: Braucht das Web 2.0 eine eigene Forschungsethik?
  • Anke Trommershausen: Ist eine Unternehmensethik unter den Bedingungen des Netzwerks möglich? Ein Diskussionsbeitrag zur der Frage einer Re-Konzeptualisierung der Unternehmensethik in TIME-Unternehmen
  • Caja Thimm: Die große Freiheit in virtuellen Welten? Ethische Fragen im Kontext von Second Life
  • Thomas Zeilinger: »Social networking« als Basis der Wahrnehmung kommunikativer Kompetenz im Internet. Von einer Ethik allgemeiner Geltungsansprüche zu einer Ethik sozialer Verbundenheit
  • Alexander Filipović: Identität, Beziehung und Information. Systematische Überlegungen zu einer Anthropologie des Web 2.0 in medienethischer Perspektive
  • Michael Nagenborg: Keeping it real? Albert Borgmanns »Holding on to reality« (1999) und »Real American Ethics« (2007)
  • Franz Tomaschowski: Das Spiel mit der Realität
  • Karsten Weber: »Don’t be evil« Ein kritischer Blick auf die moralische Selbstregulierung von Suchmaschinen mithilfe von Ethikcodizes
  • Matthias Künzler & Edzard Schade: Neue öffentliche Akteure braucht das Web 2.0! Zur Bedeutung spezifischer medienethischer Normen und Regulierungsformen für Kommunikationsdienste im Web 2.0
  • Theresa Züger: Öffentlichkeit im Internet
  • Jörg-Uwe Nieland & Mario Anastasiadis: Rechtsextremismus 2.0 Gegen- und Abwehrstrategien – Ein Vorschlag zur Systematisierung

Menschenrechte und digitaler Alltag, 7. Internationales Forum Menschenrechte

7ihrfSchränken  die modernen Informationstechnologien der Alltagswelt unsere Privatsphäre ein? Garantieren sie mehr Sicherheit für alle durch Einschränkung der Freiheit von Einzelnen? Fördern sie Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung? Wie kann ein gleicher Zugang zu ihnen gewährleistet werden?

Diesen und ähnlichen aktuellen Fragen will das 7. Internationale
Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) nachgehen. Prominente Akteure und renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland werden sich am Forum der öffentlichen Diskussion stellen.

Das 7. Internationale Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) zum Thema “Menschenrechte und Digitalisierung des Alltags” findet am 18. und 19. Mai 2010 im Verkehrshaus der Schweiz, Luzern statt. Weiter Information hier.

[Quelle: Internationales Menschenrechtsforum Luzern (IHRF), Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB), PHZ Luzern]

Neue Internet-Plattform: Living in Surveillance Societies

Heute wurde offiziell die Webseite des europäischen Forschungsnetzwerkes Living in Surveillance Societies (LiSS) gestartet. Unter www.liss-cost.eu findet man ab sofort aktuelle Termine und – in naher Zukunft – weiterführendes Material.

Steinbrück über die Medien in der Krise (4. Berliner Medienrede)

Nach Auffassung des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) haben die Medien in der Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt verantwortungsvoll gehandelt. Zu diesem Schluss kam der SPD-Politiker am 23. November 2009 in der 4. Berliner Medienrede zum Thema «Die Verantwortung der Medien in der Krise». Der Trend zur Banalisierung, Skandalisierung und Personalisierung sei moderat ausgefallen.

Kritik übte Steinbrück an der Sachkompetenz vieler Journalisten. Zudem bemängelte der die macht- und parteipolitische Fokussierung in den Berichten über die Krise. Er kritisierte besonders die Online-Medien: Onlinedienste bestimmter Magazine brächten

“etwas auf den Markt […], was definitiv falsch ist, aber nie korrigiert wird. Die Meldung wird einfach aus dem Onlinedienst herausgenommen. Aber eine Richtigstellung erfolgt jedenfalls sehr selten.”

Die jährlich im November stattfindende Berliner Medienrede wird vom Medienbeauftragten des Rates der EKD, der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik ausgerichtet.

Die Rede kann hier nachgelesen werden.

[Quelle: Meldung auf www.eaberlin.de]

ZukunftsWeb.at: Webinar-Reihe startet am 26.11.09

Am Donnerstag, 26.11.2009, findet das erste Webinar der Veranstaltungsreihe “ZukunftsWeb” statt. ZukunftsWeb ist eine offene und kostenfreie Veranstaltungsreihe, deren erste Sitzung sich dem Thema “Zwischen technologischer Machbarkeit und sozialer Verantwortung” widmet. Weitere Informationen – auch zu den folgenden Veranstaltung der Reihe – findet man unter www.zukunftsweb.at.

Medienethische Aspekte der Gesundheitskommunikation

Im aktuellen Newsletter “Medien und Gesundheitskommunikation” finden sich einige medienethisch interessante Informationen. So wird unter anderem berichtet, dass in Asien “bereits 10,8 Prozent der 13 bis 14-jährigen Kinder eine Internetabhängigkeit entwickelt” haben. Hingewiesen wird auch auf zwei Tagungen zum Thema Jugendschutz:

  • 01.12.09 – Cybermobbing. Jahrestagung der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS), HCC Hannover, nähere Infos hier.

  • 20.01.10 – "Du bist sooo sexy…" Castingshows und Rollenbilder. Fachtagung der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS), Hanns-Lilje-Haus Hannover, nähere Infos hier.