zem::dg startet medienethische Open Access Reihe

Mit dem Titel „Beyond the Bubble. The Digital Transformation of the Public Sphere and the Future of Public Institutions“ von Jonas Bedform-Strohm, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medienethik in München, startet das Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft eine medienethische Open Access Reihe. In der Schriftenreihe „zem::dg-papers“ veröffentlicht das Zentrum ausgezeichnete Abschlussarbeiten, Studien und Impulse aus dem weiten Bereich der Medienethik (Informationsethik, Digitalisierungsethik, Kommunikationsethik, Ethik öffentlicher Kommunikation…). 

Die Reihe startet mit dem Buch „Jenseits der Blase: Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit und die Zukunft öffentlicher Institutionen“ (in engl. Sprache):

„Die Kernthese der Studie ist, dass sich abstrakte, monolithische Konzeptionen der einen kohärenten Öffentlichkeit überholt haben, weil technologische Veränderungen wie die Verbreitung sozialer Medien, die moderne Wertschätzung des Individualismus, menschliche Tendenzen zum Confirmation Bias, sowie das postkoloniale Interesse an kontextueller Erfahrung, ein diverses Spektrum an gefilterten Teilöffentlichkeiten hervorgebracht haben, die für sich allein genommen jeweils nicht die Kriterien erfüllen, die mit dem Konzept der Öffentlichkeit bisher assoziiert wurden. Sollten wir den Begriff überhaupt noch benutzen?“ (Informationen und Download)

Die Reihe steht allen offen (ein Review-Verfahren muss durchlaufen werden) und ist gedacht für umfangreichere Studien, für die reguläre Verlagspublikationen nicht passend erscheinen. Die Bände erscheinen schnell und können sehr kostengünstig publiziert werden. Die bibliothekarischen Arbeiten übernimmt die Universitätsbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (zur Reihe bei der UB Eichstätt), so dass die Bände wie andere Verlagspublikationen regulär in den Bibliothekskatalogen verzeichnet werden. Alle Bände haben eine ISBN (in Zukunft auch eine DOI) und sind online als PDF weltweit erreichbar.

Offenlegung: Der Autor dieses Postings ist Co-Leiter des zem::dg.

Alexander Filipovic

Professor für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München

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