Journalismusforum „Mit Vielfalt gegen Populimus“

Die ARD.ZDF medienakademie lädt ein zum Journalismusforum „Mit Vielfalt gegen Populismus“ (07. November 2017, Köln). Der Flyer zur Konferenz formuliert:

In den Redaktionen spiegelt sich die Bandbreite der Gesellschaft nicht wider: Weiblicher sind die Redaktionen zwar geworden, aber Migranten, Behinderte, verschiedene Religionen oder gesellschaftliche Schichten? Fehlanzeige. Bio-Deutsche aus dem Bildungsbürgertum beschreiben mit ihrer Sicht alle anderen Gesellschaftsgruppen – aus der Perspektive des Mitleids, der Bewunderung, dem Herausstellen der Fremdartigkeit – kurz: des Andersseins und des nicht selbstverständlichen Dazugehörens. Mit intellektuellem Anspruch werden Geschichten erzählt, die so aufbereitet für viele unverständlich bleiben.

Wie können Redaktionen bunter werden, wie die Diversität in den Köpfen trainiert werden, um so das Publikum besser in der Breite zu erreichen?

Weitere Informationen unter http://www.journalismusforum.de.

Alexander Filipovic

Professor für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München

2 Kommentare:

  1. Ich lese gerade den Begriff:“ BIO-Deutsche “ und bin „iirritiert“. Wieso: Bio-Deutsch??
    WER kommt auf diese Idee, derartig innerhalb einer Bevölkerungsgruppe zu differenzieren??
    Denn das – was die gesamte Differenzierung angeht, ist schon – an sich – diskriminierend, und zwar für ALLE.
    Der Mensch IST ein Mensch, da bedarf es überhaupt keiner Differenzierung, denn er hat einen “ aufrechten“ Gang, und dabei i s t es egal, woher er kommt.

    Und darüber, über diesen “ aufrechten“ Gang, lässt sich nicht diskutieren –
    wussten das die „Intelligenten“ nicht, dass es tatsächlich Dinge gibt, die nicht diskutierbar sind, weil es ein Ergebnis „MENSCH“ gibt.

  2. Hiermit habe ich eher ein Problem mit einer enormen Ambivalenz der medialen Zielsetzung… zum einen sind bestimmt Einschaltquoten sehr wichtig und dafür braucht es u.a. Skandale oder zumindest etwas, was Menschen reizt, sei es gefühlsmäßig oder geistig oder in „Liebes- oder Hassbildern“. Andererseits habe ich das Gefühl, dass jedes medial ausgestrahlte oder geschriebene Schicksal eines Menschen nur dafür benutzt wird und der Mensch letztendlich immer ein Voyeur bleibt.

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