Monthly Archive for Juli, 2011

Index on Censorship, Vol. 40, Heft 2: Privacy is dead! Long live privacy

Das Journal “Index on Censorship” widmet sich in der neuen Ausgabe dem Thema Privacy is dead! Long live privacy.

“Virtualität und Inszenierung” – Medienethisches Impulspapier der deutschen Bischöfe

Die Publizistische Kommission der Deutschen Bischofskonferenz hat ein medienethisches Impulspapier zu den Herausforderungen der digitalen Mediengesellschaft unter dem Titel „Virtualität und Inszenierung. Unterwegs in der digitalen Mediengesellschaft“ erarbeitet. Damit soll ein medienethischer Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte über die Chancen und Risiken neuer Medientechnologien geleistet werden.

Das Papier, verfasst von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Medienethikern, Philosophen, Journalistinnen/Journalisten und Medienpädagogen, interpretiert Virtualität und Inszenierung als Kennzeichen bzw. Imperative der digitalen Mediengesellschaft. Als Kriterium für eine zukunftsfähige Mediengesellschaft betont der Text die moralische Bedeutung von Authentizität (in den Dimensionen allgemein menschlicher Kommunikation, des Bildes und der Öffentlichkeit/Demokratie). Er skizziert die Notwendigkeit einer neuen Medienkompetenz und gibt Handlungsempfehlungen für ausgewählte Problemfelder der digitalen Mediengesellschaft.

Der Text kann hier heruntergeladen werden (*.pdf).

CfP: “Kill Switch: The Ethics of Simulation”, München

Am 25.11.2011 wird am Münchner Kompetenz Zentrum Ethik (MKE) eine Tagung zum Thema “The Ethics of Simulation” stattfinden, bei der es nicht zuletzt um die ethische Beurteilen des Handelns in virtuellen Spielewelten gehen wird. Den “Call for Papers” findet man z. B. hier. Der Einsendeschluss für Abstracts ist der 15.09.2011.

Call for Papers zur Jahrestagung 2012: Echtheit, Wahrheit, Ehrlichkeit

Die DGPuK-Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik und das Netzwerk Medienethik laden zusammen mit der DGPuK-Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” die interessierte Fachöffentlichkeit mit einem Call for Papers herzlich ein, sich an unserer Jahrestagung (Do 16. – Fr 17. Februar 2012 in München) zu beteiligen.

Thema der Tagung: „Echtheit, Wahrheit, Ehrlichkeit. Die ethische Frage nach ‘Authentizität’ in der computervermittelten Kommunikation“.

Die neue Frage nach der Authentizität: Fast zwanzig Jahre nach Beginn der gesellschaftlichen Verbreitung des Internets gewinnen Fragen nach der Authentizität computervermittelter Kommunikation neues Gewicht. Persönliche Selbstdarstellung, Beziehungspflege und Kommunikation im Netz sind nicht mehr auf eine Avantgarde beschränkt, sondern spätestens mit dem durchschlagenden Erfolg von Netzwerkplattformen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Durch die enormen Datenmengen, die im Rahmen computervermittelter Kommunikation anfallen, lässt sich die eigene persönliche Identität kaum noch verbergen: “on the internet, everybody knows what kind of dog you are“.

Post-Privacy und Askese: Die Debatte um die Konstruktion digitaler Identitäten spannt sich mittlerweile auf zwischen zwei Polen: Einerseits Vertreter der „Post-Privacy“-Ära, die eine offensive Strategie öffentlicher Identitätskonstruktion propagieren, andererseits Vertreter einer extremen Zurückhaltung im Netz, die den „digitalen Selbstmord“ loben und zu Datenaskese auffordern.

Vielfalt der Perspektiven: In diesem Kontext möchte die Tagung Beiträge einladen, die sich mit der Frage nach Authentizität in der computervermittelten Kommunikation beschäftigen. Dabei ist eine Vielfalt der Perspektiven ausdrücklich erwünscht: Es sind sowohl empirische Beiträge denkbar, die sich mit der Frage beschäftigen, wie „ehrlich“ die digitalen Identitätskonstruktionen sind, wie „offen“ Kommunikationsstrategien gesellschaftlicher Akteure im Netz sind, oder auch wie Probleme von Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Privatsphäre etc. durch Bürger beurteilt werden. Ebenso sind theoretisch-konzeptionelle Analysen zu Konfliktfeldern wie Öffentlichkeit-Privatheit, Transparenz-Anonymität oder auch zur Frage erwünscht, wie die in der Verfassung formulierten Grundwerte Menschenwürde, Freiheitsrechte, Persönlichkeitsschutz, Meinungsfreiheit etc. vor dem Hintergrund der Authentizität von Kommunikation abzuwägen sind. Hierbei sind auch medienethische Thematisierungen der Fragen denkbar, ob „Authentizität“ einmedienethischer Wert ist, wie dieser in der Medienregulierung zum Tragen kommt und inwieweit diese Begriffe im Zuge des Medienwandels Veränderungen unterworfen sind.

Den ausführlichen Call for Papers erhalten sie hier. Die Veranstalter freuen sich auf Ihre Beitragsvorschläge.

CfP: Medien – Wissen – Bildung: Kulturen und Ethiken des Teilens

Bitte beachten Sie den Hinweis auf die Tagung und den Call for Papers des Medienforums Innsbruck anlässlich der internationalen Tagung an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (18.-19. November 2011). Der Call fomuliert:
“In vernetzten Umgebungen, wo Information viele der Eigenschaften eines klassischen öffentlichen Guts hat – etwa nicht-rivale Nutzung und offener Zugang – hat sich das Teilen als zentraler kultureller Wert herauskristallisiert. [...]
IT-basierte Innovationen haben sich zunehmend auf die Formen ausgewirkt, in der Menschen Informationen teilen. Es ist eine Debatte darüber entstanden, was geteilt werden kann, soll, muss bzw. was nicht geteilt werden darf. Doch das Teilen von Information wurde vor allem aus der Perspektive des Urheberrechts [...] sowie aus wirtschaftlicher Sicht diskutiert [...]. Diese Konferenz geht über diese Sichtweisen hinaus und konzentriert sich auf die kulturellen und normativen Dimensionen des Teilens.”
Nähere Informationen hier.