So eben ist der Call for Papers für Vol. 8 (12/2007) des International Review of Information Ethics veröffentlicht worden.
Die Ausgabe zum Thema “Ethical Challenges of Ubiquitous Computing” wird von Klaus Wiegerling (Stuttgart) und David Phillips (Toronto) als “Guest Editors” betreut. Im Call heißt es:
The 8th issue of IRIE will tackle the ethical challenge of ubiquitous systems and therefore furnish a contribution to the establishment of an ethics of Ubiquitous Computing. This ethics is anchored in the field of media ethics, yet it radicalises to a certain degree the fundamental issues in this field, insofar as the entire mesosphere appears as a sphere disposed to such media. And hence, the boundaries then disappear between electronic technology and what underpins it.
Der “Call for Papers” kann als PDF-Datei abgerufen werden. Beiträge in deutscher Sprache sind übrigens ausdrücklich zugelassen.
Zwischen 2003 und 2006 wurde am Institut für kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg untersucht, wie räumliche Vorstellungen, Sicherheitsgefühl und Einstellungen zu Videoüberwachung zusammenhängen. Das Projekt wurde gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Abschlussbericht ist ab sofort als PDF-Datei verfügbar.
Projektleiter Nils Zurawski fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen:
Videoüberwachung wirkt an jedem Ort anders und bedeutet je nach Ort und Zeit für die Bürger etwas anderes. Pauschale Aussagen über eine Zustimmung sind daher mit Vorsicht zu betrachten.
Damit deuten die Ergebnisse in eine ähnliche Richtung wie die Untersuchung von Martin Klamt, der in seinem Buch “Verortete Normen: Öffentliche Räume, Normen, Kontrolle und Verhalten” (Wiesbaden: VS Verlag 2006) die Thesen vertritt, dass Normen ihren Ort haben - und umgekehrt Orte und bestimmte Typen des öffentlichen Raums ihre spezifischen Normen haben.
Es wird eine durchaus spannende Frage sein, wie derartige Befunde in die Diskussion um den Schutz des Privaten bzw. um die Legitimation von Überwachungsmaßnahmen angemessen berücksichtigt werden können.
Published by Michael Nagenborg März 20th, 2007
in Informationsethik.
Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der “Gesellschaft für Informatik” (Bremen, 24.-28.09.2007, http://www.informatik2007.de/) wird ein Workshop zum Thema:
Ubiquitous Computing, Pervasive Computing, Ambient Intelligence … Surveillance and Control?
angeboten.
Die Veranstalter des Workshops (Karsten Weber, Michael Nagenborg u. a.) sind an einem möglichst breiten Spektrum an Beiträgen interessiert, wobei zu beachten ist, dass der Workshop im Rahmen einer Informatik-Tagung statt findet. Die Bereitschaft zum disziplinenübergreifenden Dialog bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorausgesetzt wird.
Weitere Informationen zum Workshop gibt es hier.
Für Interessensbekundungen, aber auch Fragen stehen Karsten Weber oder Michael Nagenborg gerne zur Verfügung. Die Deadline für Workshop-Beiträge ist der 29.04.2007.
Der Report “Ethical Implications of Emerging Technologies” steht als PDF auf der Webseite der UNESCO kostenlos zum Download bereit. Darin werden Themen wie z. B. Semantic Web, Digital Identity Mangement und Biometrie behandelt.
Das Hambacher Fest (27. bis 30. Mai 1832) ist ein markanter Zeitpunkt frühliberaler bürgerlicher Emanzipation. Zum 175. Jahrestag des Festes ist die Freiheit der Presse Thema eines Kongresses. Ein klug gewähltes Thema, das die Bedeutung der Pressefreiheit für freiheitliche Demokratien betont und die zeitgenössischen Bedrohungen der Pressefreiheit zum Anlass nimmt, die Idee der publizistischen Freiheit dauerhaft zu stärken.
Veranstalter der Tagung sind die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Eingeladen sind am 13. und 14. Juni 2007 Journalistinnen und Journalisten, Politiker, Presserechtler und Wissenschaftler. Tagunsgort ist das das Hambacher Schloss. Zitat aus der Programmankündigung:
Den bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird an zwei Tagen ein breites Themenspektrum geboten: In Vorträgen und Panels macht der Kongress aktuelle Einschränkungen von Pressefreiheit und mögliche Gegenstrategien in Beiträgen von hochkarätigen Presserechtsexperten, journalistischen Praktikern und Politikern zum Thema. Die Veranstaltung wird den Blick ebenfalls über die deutschen Grenzen richten und nach dem Einfluss der integrierten europäischen Strukturen für die Pressefreiheit fragen.
Weitere Informationsmöglichkeiten (Programm, Anmeldung) hier.
Vom 5.-7. Februar 2007 fand in Pretoria die erste “African Information Ethics Conference: Ethical Challenges in the Information Age” statt. Die Proceedings werden Mitte des Jahres im „International Review for Information Ethics“ (www.i-r-i-e.net) erscheinen.
Das „International Center of Information Ethics“ (ICIE, http://icie.zkm.de) beabsichtigt zudem, Ende des Jahres einen Sammelband mit ausgewählten Beiträgen, vor allem von afrikanischen Kolleginnen und
Kollegen, in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Der Band wird im Rahmen der ICIE-Schriftenreihe im Fink-Verlag erscheinen und soll dazu beitragen, die Diskussion um eine afrikanische Perspektive auf die Herausforderungen der Informationsgesellschaft im deutschen Sprachraum bekannt zu machen.
Wir suchen Kolleginnen und Kollegen, die bereit wären, einen oder mehre Beiträge (Umfang: ca. 10-15 Seiten) aus dem Englischen oder Französischen ins Deutsche zu übersetzen. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie es durch die Übernahme einer Übersetzung mit ermöglichen würden, die afrikanische Perspektive im deutschen Sprachraum präsent zu machen.
Die Beiträge können Ihnen Mitte des Jahres zugesandt werden; der Band soll Ende 2007 erscheinen.
Interessierte melden sich bitte bei: Michael Nagenborg
philosophie@michaelnagenborg.de
Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter:
www.africainfoethics.org